Gardelegen l Eine positive Bilanz zog Klaus Bernstein, Vorsitzender des Männerchores Eintracht Gardelegen, mit Blick auf 2018. „Das Jahr 2018 schätzen wir fast zu unserem Erfolgreichsten“, sagte Bernstein. So habe der Verein beim Frühlingskonzert Anfang Juni in der Nikolaikirche den Tag mit einem Einblick in das Chorleben verbunden und gleichzeitig um neue Mitglieder geworben. „Es ist uns sogar gelungen, zwei neue Sänger zu bekommen und sie sind heute noch dabei“, freute sich Bernstein. Diese neuen Mitglieder sind Andre Gaense und Jens Kautschke.

Bernstein sehe in der Mitgliederneugewinnung „einen Riesenerfolg, wenn man bedenkt, dass im Umfeld viele Chöre Schluss machen müssen wegen Personalmangel“. Aktuell zählt der MCE 41 aktive Sänger. „Ich kenne in Sachsen-Anhalt keinen größeren Männerchor“, sagt der Vereinsvorsitzende.

Stolz ist Bernstein aber nicht nur über den Mitgliederzuwachs. „Wir hatten im Jahr 2018 die beste Beteiligung an den wöchentlichen Proben“, sagte er. Die „Chemie“ stimme in diesem Chor und das wirke sich auch auf die Qualität der Gesangsdarbietungen aus.

Keine Frage, dass unter diesen positiven Voraussetzungen jährliche Aktionen, wie Wildschweinessen oder die Beteiligung am Hansefest wieder wahrgenommen wurden. „Das Quartettsingen haben wir nach einjähriger Unterbrechung, wegen CD Aufnahme im Tonstudio, wieder gestartet und diese Art der musikalischen Darstellung vor einer Jury gibt es wohl kaum in der deutschen Chorlandschaft, auch das ist ein Beweis für unsere Stabilität“, so Bernstein.

Der Männerchor Eintracht ist eine gefragte Größe in der Region. „Zur Advents- und Weihnachtszeit konnten wir nicht einmal alle Termine annehmen, da wären wir überfordert gewesen“, gab Bernstein zu. Trotzdem wagten sich die Sänger auf neues Terrain und arrangierten einen Flashmob im Allee-Center Magdeburg arrangiert und durchgeführt. „Das kostete viele Diskussionen, da etliche Sänger eine derartige Musikpräsentation überhaupt nicht kannten. Es ist uns gelungen. Viele Besucher zum ersten Advent haben uns zugehört und mitgesungen. Die Geschäftsleitung vom Allee-Center sprach uns Lob und Respekt aus“, blickte Bernstein zurück. Außerdem sang der Chor beim Nikolausmarkt im Schloss Krumke und beim Traditionskonzert in der Marienkirche mit dem Postchor.

Auftritte in der Klinik

Auch die Auftritte in den beiden Johanniterhäusern, im Krankenhaus und auf dem Rathausplatz sind bereits Tradition. Ebenso wie die Einsätze zum Gedenktag an das Massaker in der Feldscheune Isenschnibbe am 13. April 1945. Bei der Vorstellung der Baumaßnahme Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe war der Chor außerdem dabei.

„Unser großer Höhepunkt war jedoch das Weihnachtskonzert in der Nikolaikirche am 23. Dezember. „Sicherlich hat die grandiose räumliche Atmosphäre mit der neuen Glaswand dazu beigetragen, dass wir eines unserer besten Konzerte abgegeben haben. Hier hat tatsächlich alles gestimmt, und so etwas spüren auch wir Sänger“, schätzte Bernstein ein.

An die Erfolge von 2018 möchte der Männerchor auch in diesem Jahr anknüpfen. „Wir sind guten Mutes, dem allgemeinen Trend des Chorsterbens entgegenzutreten und werden wieder einen Tag der offenen Tür in Verbindung mit einem Frühlingskonzert planen“, so Bernstein. Dazu erhoffe sich der Chor erneut eine finanzielle Unterstützung der Stadt, wie bereits im vergangenen Jahr geschehen. In Vorbereitung sind Überlegungen zu einer gemeinsamen Chorfahrt und einem möglichen Konzert in einer größeren Kirche. „Für das zweite Halbjahr sind die Termine ähnlich des letzten Jahres, das entwickelt sich langsam zu einer festen Tradition“, sagte Bernstein

Vorbereitung auf Fasching

Momentan steckt der MCE straff in den Vorbereitungen zum Fasching. Die traditionelle Faschingsveranstaltung der Sänger findet am Sonnabend, 2. März, im Schützenhaus statt. „Wir haben uns seit Jahren die Messlatte gewaltig nach oben gelegt, bislang ist es uns immer wieder gelungen, den Saal zu füllen und das Publikum gut zu unterhalten. Am darauffolgenden Donnerstag, 7. März, wird der Chor mit einem Ausschnitt des Programms zum dritten Mal in Folge beim Kaffeeklatsch auftreten.

Traditionell starteten die Mitglieder das neue Jahr mit dem gemeinsamen Kegel-Abend. Die Veranstaltung wurde wieder von zahlreichen Mitgliedern besucht. Es waren auch viele dabei, die nicht mehr kegeln können, so Bernstein. Gewinner war Hans-Werner Schlieker, gefolgt von Ralf Kubaink. Platz drei belegte Wilhelm Karow, Champion des Vorjahres. Die Platzierungen lagen buchstäblich nur einen Punkt weit entfernt. „Unser Neuzugang Jens Kautschke schaffte es als Einziger, alle Neun zu werfen“, sagte Klaus Bernstein.

Er ist zuversichtlich, dass es mit dem MCE positiv weitergehen wird. „Wir haben mit Hans Eggert einen fast außergewöhnlichen Chorleiter, der auch mit stolzen 80 Jahren seinen Chor zu Höchstleistungen bringt“, lobte Bernstein das Engagement des Chorleiters.

„Wir hoffen auf diese Art und Weise noch viele schöne gemeinsame Jahren zu erleben und unsere Fans mit gutem Chorgesang zu belohnen“, sagte Bernstein.