Kalbe. „Ich teile die Auffassung, dass der Sportplatz an der Ostpromenade einer intensiveren Zuwendung bedarf.“ Mit diesen Worten hat Bürgermeister Karsten Ruth auf die Kritik reagiert, die am Freitagabend während der Jahreshauptversammlung des VfL Kalbe geäußert worden war. Der Verein wünscht sich in Bezug auf die Sportanlage, die ja sowohl für den Breiten- als auch für den Schulsport genutzt wird, eine bessere Zusammenarbeit mit der Stadt (Volksstimme berichtete).

Noch in dieser Woche ist ein Termin mit der Vereinsführung geplant, bei der es dann vorrangig auch um dieses Thema gehen soll. Der Stadt schwebt nach Angaben des Bürgermeisters vor, für die Sanierung des Sportplatzes und seiner Nebenanlagen Mittel aus dem angekündigten Stark-VI-Programm zu nutzen. Noch ist allerdings nicht genau klar, wie die Fördermodalitäten aussehen und wann dieses Programm, mit dem auch Maßnahmen an Schulsportanlagen subventioniert werden sollen, gestartet wird. „Wir rechnen im Laufe des Jahres mit konkreten Informationen“, so Karsten Ruth.

Wie er sagte, befinde sich der Sportplatz an der Ostpromenade wirklich in einem desolaten Zustand. Das fange bei der Umzäunung an und höre bei der Aschenbahn nicht auf. Auch die Weitsprunggrube müsste dringend erneuert werden.

Container als Sanitärtrakt?

Den höchsten Investitionsbedarf, den sieht Ruth allerdings im Sanitär- und Umkleidetrakt des Sportplatzes, wobei sich eine Sanierung des Objektes nach Ansicht von Fachleuten nicht mehr lohnt. Zu hoch wäre der Aufwand. Deshalb ist immer wieder von einer Containerlösung die Rede. Die aber würde zwangsläufig bedeuten, dass dann auch die alte Kegelbahn, die sich im selben Gebäude befindet und die seit Jahren wegen eines Heizungsproblems nur im Sommerbetrieb genutzt werden kann, Geschichte wäre. Denn der Neubau einer solchen Bahn ließe sich nicht mit Fördermitteln für den Schulsport finanzieren, so Ruth. „Außerdem gibt es im Stadtgebiet bereits eine kommunale Kegelbahn. In Brunau.“ Sie sei allerdings, so der Bürgermeister, verpachtet.