Gardelegen l Der Wunsch nach einem Eigenheim ist in der Region Gardelegen offenbar ungebrochen, sicherlich auch mit Blick auf die niedrigen Zinsen für Baukredite.

Nachdem die Stadt vor vielen Jahren Bauland in privater Regie erschließen ließ – Beispiel Gifhorner Straße – ging sie dann dazu über, in eigener Regie Bauland zu erschließen und zu vermarkten. Vorreiter war seinerzeit die Gemeinde Jävenitz, die nach der Wende vier neue Wohngebiete in kommunaler Trägerschaft erschlossen hatte. Damals war Konrad Fuchs noch Bürgermeister. Er wurde am 6. Mai 2001 zum Bürgermeister der Stadt Gardelegen gewählt. Kurz vor seinem Amtsantritt war in Jävenitz das vierte Gebiet am Lausebach II eingeweiht worden. Die erfolgreiche Verfahrensweise brachte Fuchs mit nach Gardelegen. Im Laufe der Jahre wurden in der Stadt dann viele Eigenheimgebiete erschlossen. Und auch künftig soll das fortgesetzt werden, denn der Bedarf sei groß, betonte Bauamtsleiter Ottmar Wiesel auf Volksstimme-Anfrage.

Noch vier Bauplätze am Bach in Wiepke

Das Gebiet Dammkrug Mieste wurde in einem ersten Bauabschnitt im Jahr 2017 erschlossen. Zwölf Grundstücke stehen dort zur Verfügung. Neun sind bereits verkauft und zum Teil auch schon bebaut. In diesem Jahr soll das Eigenheimgebiet in einem zweiten Bauabschnitt erweitert werden. 14 .00 Quadratmeter groß ist das Areal. Je nach Bauherrenwunsch könnten zwischen 12 und 15 Grundstücke ausgewiesen werden. Bereits vorgemerkt sind zehn Bauplätze. „Wir befinden uns derzeit in der Ausführungsplanung“, so Wiesel. Nach Abschluss der Planungsarbeiten folge die Ausschreibung der Arbeitsleistungen. Das soll noch im ersten Quartal der Fall sein. Im zweiten Quartal 2020 soll die Erschließung beginnen.

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Mit einigen Bauplätzen soll auch das Eigenheimgebiet An der Remonte an der Bismarker Straße in Gardelegen erweitert werden. Hier sei man in der vorbereitenden Phase der Planungen, hieß es.

Neue Baugrundstücke werden demnächst auch An der Kleinbahn in Estedt angeboten. Bis zu zehn Bauplätze könnten es dort werden. Auch dort soll die Erschließung noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Zwei Grundstücke seien bereits verkauft, und für zwei Bauplätze liegen Reservierungen vor.

Die Bauplätze werden nicht mit Gewinn verkauft. Der Quadratmeterpreis richtet sich nach den Erschließungskosten. Allerdings wirken sich die derzeit hohen Baupreise auch auf die Erschließungskosten, die die Stadt vorstreckt, aus. Waren es im Gebiet am Kämmereiforst in Gardelegen – erschlossen in 2014 und 2015 – noch 35 Euro pro Quadratmeter, sind es bei den neuen Gebieten, wie im Alten Dorf in Jävenitz oder am Dammkrug in Mieste, 55 Euro pro Quadratmeter. Mit dem Verkauf der Grundstücke holt sich die Stadt die Erschließungskosten quasi wieder zurück.