Kalbe l Die Kritik daran, wie die Stadtverwaltung Kalbe und das beauftragte Planungsbüro die Bürger in die Erarbeitung des Integrierten-Gemeindlichen-Entwicklungskonzeptes, kurz IGEK, einbinden, das ja als kommunales Lenkungsins-trument für die nächsten zwei Jahrzehnte herhalten soll, hat sich etwas gelegt. Vorausgegangen war, dass sich Bürger in den zurückliegenden Wochen beschwerten, dass die Arbeitskreise und Lenkungsgruppen, die für die Erarbeitung gebildet worden sich nicht konstituiert hätten und intransparent arbeiten würden. Diese Kritik konnte man am Montagabend nicht wahrnehmen. So waren zu einer Zusammenkunft der Lenkungsgruppe im Rathaus deutlich mehr Bürger, Ortschaftsräte, Ortsbürgermeister sowie Stadträte anwesend, um zusammen mit den Mitarbeitern des zuständigen Planungsbüros Daten zu sammeln. Denn Ziel dieser Förderrichtlinie, ist eine strategisch-planerische Grundlage für die ländliche Entwicklung zu schaffen.

So wurden am Montag in verschiedenen Bereichen wiederholt Punkte angesprochen, die laut einiger Stadträte und Bürger nachgetragen werden sollten, um mehr Transparenz zu schaffen.

Unter anderem ist das IGEK dazu gedacht, herauszuarbeiten, wie Potentiale – zum Beispiel in Bezug auf die Nutzung von Dorfgemeinschaftshäusern oder Trauerfeierhallen – gebündelt werden könnten und wie sich die einzelnen Ortsteile angesichts des demografischen Wandels ausrichten.

Gemeinschaftshäuser

„Wir richten uns diesbezüglich nach dem Vahrholzer-Modell“, wie Bürgermeister Karsten Ruth am Dienstag während eines Telefonats erklärte. So sei es laut Ruth in Vahrholz so, dass ein Verein der Nutzer des Dorfgemeinschaftshauses ist und dafür auch den Unterhaltungspflichten nachkommen muss. Ein jährlicher Zuschuss der Stadt soll dem Verein dabei unterstützen. „Es ist unser Ziel, diese kommunalen Liegenschaften auch in anderen Ortschaften in die Hände von Vereinen zu geben“, erklärte Ruth auf Nachfrage. Im Interesse sei es nämlich, dass die Dorfgemeinschaftshäuser auf kurze oder lange Sicht voll genutzt werden.