Gardelegen l Fast zwei Jahre wurde diskutiert – mit Vorschlägen aus den Fachbereichen der Verwaltung, einer Bürgerumfrage, Beratung in den Fraktionen des Stadtrates und Auswertung und Prüfung. Nun liegt das Ergebnis zur Beschlussfassung im Stadtrat vor. Der Bürgerpark soll um einige Angebote erweitert und Bestehendes verändert werden. Neu angelegt werden eine Hundewiese und ein Volleyballplatz. Ebenso ein Fitnesspark und eine Boule-Bahn. Der vorhandene Spielplatz wird erweitert. Dort werden dann zusätzlich unter anderem ein Balancierbalken, ein Bodentrampolin, eine Tischtennisplatte und ein Basketballkorb vorhanden sein. Künftig sollen im Bürgerpark auch kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Dazu wird eine Eventwiese im vorderen Bereich des Bürgerparkes nahe des Gulliverspielplatzes ausgewiesen. Diese Vorhaben sollen noch in diesem Jahr umgesetzt werden.

Pläne auch für 2019

Die Finanzierung für 2018 ist gesichert. Im Doppelhaushalt 2017/2018 waren für die Umgestaltung des Bürgerparkes bereits 44.000 Euro eingestellt. Die restlichen gut 23.000 Euro werden mit den privaten Ablösebeiträgen für die Innenstadtsanierung gesichert.

Für 2019 gibt es dann weitere Pläne. Dazu gehören der Aufbau einer Skaterbahn und einer Kletterwand. Zudem soll ein Grillplatz mit Bänken und eine öffentliche WC-Anlage aufgebaut werden. Wie teuer das Ganze dann wird, ist derzeit noch offen. Bisher hat die Verwaltung lediglich die Kosten für die Kletterwand (15.773,79 Euro) und für den Grillplatz (9200 Euro) in der Beschlussvorlage für den Stadtrat veranschlagt. Die Ausgaben für den Skatepark und die öffentliche Toilette sind noch offen. Die Finanzierung soll dann mit dem nächsten Doppelhaushalt 2019/2020 bestätigt werden.

Gelände konnte renaturiert werden

Ursprünglich befand sich auf der Fläche des jetzigen Bürgerparkes das einstige Agrochemische Zentrum – eine Industriebrache mit viel Beton, Schrott und auch Altlasten. Das Gelände konnte im Rahmen von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für die Erschließung des Industriegebietes Ost I renaturiert werden. Der Abriss der alten Hallen hatte 467.000 Euro gekostet. 80 Prozent davon wurden aus dem Landesprogramm für Altlastenbeseitigung und Bodenschutz gefördert. Fördergeld gab es auch für die danach folgende Umgestaltung des etwa sechs Hektar großen Areals. Insgesamt wurden knapp 800.000 Euro investiert. Damit verbunden ist auch eine Zweckbindungsfrist von zehn Jahren. Das heißt, innerhalb dieser Frist dürfen dort Flächen nicht versiegelt werden, um die Wiederherstellung der natürlichen Bodenfunktionen gewährleisten zu können. Im April 2014 wurde der neue Bürgerpark mit weiträumigen Wiesenflächen eingeweiht. Allerdings wurde der Park von der Bevölkerung nicht so angenommen wie erhofft, heißt es in der Beschlussvorlage. Der Plan, das Gelände pflegekostenarm in Ordnung zu halten, sei auch nicht aufgegangen. Diesen Part sollten Schafe übernehmen. Selbst die hatten es nicht geschafft, die Wiesen im großen Areal kurz zu halten. „Der Wunsch nach mehr Gestaltung kam auf“, schreibt die Verwaltung in der Beschlussvorlage.

Gestern Abend hat sich als erster Ausschuss des Stadtrates der Bauausschuss mit der Thematik befasst. Heute tagt dazu der Sozialausschuss (19 Uhr, Vereinsheim Tennisclub), morgen der Finanzausschuss (19 Uhr, Rathaussaal), am 17. April der Hauptausschuss (17 Uhr, Haus II Stadtverwaltung) und abschließend am 23. April der Stadtrat (19 Uhr, Rathaus).