Kalbe. Probeweise ist ab sofort der Kalbenser Wertstoffhof in Betrieb. Probeweise, weil im April eine längere Baumaßnahme auf dem davor befindlichen Gelände am Rathaus zu erwarten ist und dann keine An- und Abfuhr erfolgen kann.

Am Dienstagvormittag wurde die neue Annahmestelle, die sich auf einem städitschen Grundstück befindet, im Beisein von Kreis-Umweltamtsleiterin Katrin Pfannenschmidt und kommunalen Vertretern ihrer Bestimmung übergeben. Dabei erinnerte Steffen Romatschke, Geschäftsführer der zuständigen Deponie GmbH des Altmarkkreises Salzwedel, noch einmal an den „holprigen Weg“, den das Projekt im Fall Kalbe genommen hatte. Denn schon Herbst 2015 hatte es auf Initiative von Bürgermeister Karsten Ruth erste Gespräche dazu gegeben. Dabei hatte auch die Umsetzung des Abfallwirtschaftskonzeptes des Kreises eine Rolle gespielt. Das sehe vor, derartige Annahmestellen in einem „Abstand von 15 bis 20 Kilometern“ im gesamten Kreisgebiet zu schaffen, wie Katrin Pfannenschmidt betonte.

Eindämmen der illegalen Müllentsorg

Allerdings gab es in Kalbe dann doch Bedenken in der Bürgerschaft, ob denn so ein Wertstoffhof nicht Ungeziefer anlockt und ob der Standort zwischen Kita „Schatzkästchen“ und Hort „Abenteuerland“ der richtige ist. Daraufhin wurde die Umsetzung des Vorhabens vorübergehend ausgesetzt. Im Gespräch blieben Steffen Romatschke und Bürgermeister Karsten Ruth allerdings weiter. Und so ging es, nachdem die Bedenken ausgeräumt werden konnten, dann doch im Herbst 2017 auf die Zielgerade. Kalbes Bürgermeister, der darauf hinweist, dass es sich bei dem Wertstoffhof um ein Serviceangebot für die gesamte Einheitsgemeinde handelt, erhofft sich davon auch eine Eindämmung der illegalen Müll-entsorgung. Denn die stelle, das machte er gestern noch eimal klar, ein zunehmendes Problem dar, besonders in der Kernstadt.

Der Werstoffhof wird zweimal in der Woche geöffnet, nämlich mittwochsnachmittags und sonnabendsvormittags, wobei die Annahme von Grünschnitt, Elektroschrott, Altkleidern und Altpapier durch Mitarbeiter Wolfgang Lüttge aus Kalbe erfolgt. Er ist stundenweise beschäftigt. Und er ist angehalten, darauf zu achten, dass der Abfall, der vorbeigebracht wird, Grundstücken in der Einheitsgemeinde Kalbe zuzuordnen ist. Das Entsorgungsangebot wird finanziell über die Abfallgebühren abgedeckt. Personen müssen sich daher notfalls legitimieren können.