Jeggau l „Wat hüt un morg‘n is? Fasslom!“ Mit diesem Schlachtruf zog am Freitag der Heischezug los, und wer den Fasslomstüvern Eier, Wurst und Alkohol spendierte, dem versprachen sie reiche Ernte: „Ährn wie Maisküln dick, Tüffeln wie Kinnerköpp un Kohlröwen wie Türkäppel so grot.“ Zunächst ging es von Jeggau nach Eigenthum, wo Gerlinde und Nicole Lenz die 20 Gäste bewirteten, darunter Wurstgabelträger Christian Fehse-Fohrholz und Michael Lembke. Die Verantwortung für den Korb mit Hochprozentigem hatten Matthias Krümmel und Sebastian Hansel übernommen, für Musik sorgten Maik und Andy Rasch. Übrigens sind Fasslomstüver figurbewusst, trotz der Eierbackschlemmerei: „Bis hier waren es 3662 Schritte, und ich habe 428 Kalorien verbrannt“, stellte Fehse-Fohrholz beim Blick auf seinen Schrittzähler fest.

Am Sonnabend folgt der traditionelle Fasslomball im Saal mit dem Abtanzen der Bänder. An diesem Abend wird auch der Schleifenkönig geehrt. Außerdem steht eine Wurstversteigerung auf dem Programm. Los geht es um 21 Uhr

Sonntag zieht Umzug durch das Dorf

Am Sonntag beginnt um 11 Uhr im Saal ein Eierback-Essen für alle Fasslomstüber und geladene Gäste, darunter sind auch die Ortsbürgermeister der umliegenden Gemeinden. Für Stimmung sorgen die Kalbenser-Bismarker Blasmusikanten. Um 13 Uhr folgt der Empfang am Jeggauer Rathaus zur Übergabe der Wurstkrone an den Schultenknecht. Im Anschluss daran findet ein Umzug durchs Dorf als Dankeschön für die gespendeten Gaben statt. Danach ist das ganze Dorf noch zum geselligen Beisammensein bei Blasmusik, Kaffee und Kuchen in den Gemeindesaal eingeladen. In diesem Rahmen wird auch der Schultenknecht geehrt und noch einmal Wurst versteigert. Gegen 17 Uhr klingt das 31. Jeggauer Fasslomfest aus.