Brunau l  Die Kameraden haben „ruhig und sachlich“ gehandelt“, fasste Stadtwehrleiter Jörg Kämpfer während eines Treffens der Feuerwehrführung in der Einheitsgemeinde Kalbe vor wenigen Tagen zusammen. Sein Stellvertreter Ramón Rulff fügte hinzu, „nichts ist falsch gelaufen“.

Die Alarmierung ging um 3.51 Uhr raus. Die Kameraden erhielten bereits den Hinweis, dass es sich um einen C-Brand, dem größtmöglichen Schadensszenario handelt, blickte Rulff zurück. Bereits um 4 Uhr trafen die Brunauer Einsatzkräfte als erste vor Ort ein. Die Halle stand zu diesem Zeitpunkt bereits im Vollbrand. Um 4.02 Uhr folgte die Feuerwehr Packebusch, um 4.03 die Kameraden aus Plathe und Hagenau. Quasi im Minutentakt rückten die übrigen Einsatzkräfte, die bei einem C-Brand alarmierten werden, an. Vor Ort waren schließlich 92 Einsatzkräfte aus Brunau, Packebusch, Badel, Dolchau, Güssefeld, Hagenau, Jeetze, Kalbe, Plathe, Thüritz und Vienau mit 16 Fahrzeugen. „Wir können stolz sein, dass jedes Feuerwehrfahrzeug voll besetzt war“, so der stellvertretende Stadtwehrleiter. Des Weiteren begrüßte er den Umstand, dass die Einsatzkräfte quasi zeitgleich am Einsatzort erschienen. So konnte nach kurzem Überblick zum Ereignis, die Löscharbeiten an die einzelnen Feuerwehren sinnvoll verteilt werden.

Stadtfeuerwehr hat funktioniert

Um 4.10 Uhr stand die Riegelstellung zum Bürogebäude, um ein Übergreifen der Flamen auf dieses zu verhindern. „30 Minuten nach Beginn der Maßnahmen hatten wir das Feuer unter Kontrolle“, so Rulff. Um 5.47 Uhr war das Feuer gelöscht. Für Einheitsgemeinde-Bürgermeister Karsten Ruth ist die gelungene Brandbekämpfung ein Beleg, dass die Einteilung im Zugbereich klappt. „Da hat die Stadtfeuerwehr funktioniert.“

Im Hinblick auf die Brandursache vermutet die Kriminalpolizei in Salzwedel den Brandherd bei den Farbeimern in Nähe der Belüftung auch bedingt durch die Deckenbeleuchtung, wie Rulff mitteilte. Es werde weiterhin vermutet, dass sich die Farbeimer in der Produktionshalle selbst entzündet haben. Dem Betrieb sei diesbezüglich aber nichts vorzuwerfen. Er verhalte sich „vorbildlich“, was die Prophylaxe des Brandschutzes betreffe, fügte Rulff hinzu.