Kalbe l Die vorläufige Investitionsliste der Einheitsgemeinde Kalbe für 2021 hat kürzlich nicht nur den Bau- und den Hauptaussschuss beschäftigt. Auch die Stadtwehrleitung hat sich kürzlich auf der Suche nach Einsparpotenzial damit befasst. „Wir haben während der Sitzung die Finanzen noch einmal neu sortiert“, informierte Stadtwehrleiter Jörg Kämpfer. Denn die Gremien der Stadt hatten auch die Feuerwehrliste, die mit 382 800 Euro zu Buche schlug, auf den Prüfstand gestellt.

Viel gekürzt werden könne jedoch nicht, denn gerade einige große Anschaffungen seien dringend notwendig, so Kämpfer. „Wir planen die Ausschreibung für ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug für Badel“, machte er klar. Das würde mit rund 300 000 Euro zu Buche schlagen und wäre ohne Förderung zu finanzieren. Allerdings sind in den vergangenen Jahren schon Haushaltsmittel dafür eingestellt worden.

Ursprünglich war geplant, ein Tanklöschfahrzeug für die dortige Ortswehr zu kaufen, da im Sommer 2018 der Großtanker wegen eines Motorschadens ausgefallen war.

Ende des vergangenen Jahres war bereits für die Freiwillige Feuerwehr in Kakerbeck ein Mannschaftstransportfahrzeug gekauft worden. Ein ähnliches Fahrzeug im Wert von rund 30 000 Euro solle in diesem Jahr auch die Packebuscher Feuerwehr erhalten, so Kämpfer. Die genannten Anschaffungen sind die größten Punkte auf der Liste und laut Stadtwehrleiter dringend notwendig. Allerdings gibt es auch andere Investitionen, die sich erforderlich machen. Denn auch die Löschwasserversorgung in der Einheitsgemeinde ist immer wieder ein Problem.

Löschbrunnen im Fokus

Für die Schaffung von Feuerlöschbrunnen werden deshalb 100 000 Euro zur Verfügung gestellt. Während der Sitzung des Bauausschusses hatten noch 235 000 Euro für sieben Orte zur Diskussion gestanden (Volksstimme berichtete). Wie Recherchen des Fachamtes ergeben hätten, sei diese Summe aber gar nicht notwendig, hatte Einheitsgemeinde-Bürgermeister Karsten Ruth kürzlich erklärt. Denn vordergründung müssten erst einmal die Löschbrunnen in Faulenhorst, Wustrewe, Jemmeritz oder Kakerbeck in den Fokus gerückt werden. „Wir geben in diesem Zusammenhang eine Empfehlung an den Stadtrat ab und bitten ihn, die Risikoanalyse zu beachten“, machte dazu der Stadtwehrleiter deutlich.