Jävenitz l Ein großes Glück im Unglück hatte am Freitagmorgen ein 86-jähriger Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Jävenitz. Im Badezimmer seiner Mietswohnung in der Straße Waldfrieden ist ein Brand ausgebrochen. Der pflegebedürftige Rentner, der in der Wohnung allein lebt, hätte sich aus dieser Notlage nicht selbst befreien können. Sein Glück war aber, dass der Rauchmelder sofort Alarm schlug.

Das wiederum hörten die Rettungskräfte der Johanniter, die im selben Gebäude ihren Stützpunkt haben. Sie hörten das Signal des Rauchmelders und griffen sofort ein. „Der Rauchmelder war im ganzen Haus zu hören. Zuerst dachten wir, dass er einfach von allein losging. Wir wollten dem älteren Herrn in der Wohnung helfen, ihn wieder auszumachen und klopften an. Als er uns dann die Tür aufmachte, war in der Wohnung schon alles schwarz", schilderte Rettungsdienstler Johannes Lange.

Fünf Rettungsassistenten vor Ort

Den 86-Jährigen ließen sie daraufhin nicht mehr zurück in die völlig verrauchte Wohnung gehen. Vorsorglich setzten sie ihn gleich in den Rettungswagen zur Erstversorgung. Da zu diesem Zeitpunkt gerade Schichtwechsel war, waren gerade fünf Rettungsassistenten vor Ort. So konnten sich die Johanniter um den Geschädigten kümmerte, die Feuerwehr rufen, und sie evakuierten vorsorglich das ganze Haus. Dazu gingen die Rettungsassistenten von Wohnungstür zu Wohungstür und forderten die Bewohner auf, das Gebäude zügig zu verlassen.

Bilder

Kurze Zeit später, um 6.58 Uhr, traf die Feuerwehr ein. Insgesamt waren sieben Kameraden aus Jävenitz, sechs Kameraden aus Hottendorf und vier aus Kloster Neuendorf mit insgesamt vier Fahrzeugen am Einsatzort so Sven Kozisnik, Wehrleiter der Feuerwehr Jävenitz. Wie er schilderte, fanden die Kameraden in der Wohnung Feuer und eine starke Rauchentwicklung vor. Der Brand war aber in kurzer zeit unter Kontrolle. Nach etwa einer halben Stunde war der Einsatz beendet, so Feuerwehreinsatzleiter Sven Kozisnik. Durch das schnelle Handeln der Johanniter wurde keine Person ernsthaft verletzt und auch der Sachschaden halte sich in Grenzen. Zur Brandursache liegen noch keine gesicherten Informationen vor.