Jeseritz l Sie nahmen es mit Humor, dass sie als einzige Frauenmannschaft in Jeseritz an den Start gingen und den Sieg sozusagen schon vor dem Start in der Tasche hatten. Mit 32,72 Sekunden erreichten die „Perlen der Altmark“ eine sehr gute Zeit. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sie erst im vergangenen Jahr mit den Wettkämpfen begonnen haben, also erst die zweite Saison am Start sind.

Und sie sind schon eine besondere Truppe, denn sie kommen aus fünf Orten. Laura Güldenpfennig (rechtes Strahlrohr) aus Wiepke, Claudia Schulz (Maschinistin), Julia Thiele (linkes Strahlrohr) und Rebecca Thiele (Verteiler) aus Dannefeld und Sophie Kämpfer (B-Länge) aus Kalbe. Dazu gesellen sich Laura Wiesel (Saugkorb) aus Algenstedt, die gestern nicht dabei war und von ihrem Mann Normen vertreten wurde, und Carolin Kontzog (A-Länge) aus Böddensell. Und weitere Mitstreiterinnen sind immer willkommen. Die Truppe trainiert jeden Freitag ab 18.30 Uhr in Wiepke oder Dannefeld. Das ist auf ihrer Facebookseite nachzulesen.

Wettbewerbsatmosphäre

Mehr Wettbewerbsatmosphäre gab es bei den Wettkämpfen im Löschangriff Nass bei den Männern und der Jugend. Vor allem die Nachwuchsbrandschützer waren mit neun Mannschaften von sechs Feuerwehren zahlreich vertreten. Am Ende siegte Jävenitz I mit 33,07 Sekunden ganz knapp vor der Jugend von Mannhausen, die sich im zweiten Lauf zwar verbessern konnten, aber mit 33,30 Sekunden dennoch Zweite wurden. Den dritten Platz sicherte sich die Mannschaft Dannefeld I mit 35,12 Sekunden.

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Bei den Männern setzte sich Mannhausen aus dem benachbarten Bördelandkreis durch, die im zweiten Lauf noch einmal Gas gaben und sich den Sieg mit 26,28 Sekunden vor Dannefeld (29,84 Sekunden) und den gastgebenden Jeseritzern (30,45 Sekunden) holten. Jeseritz´ Wehrleiter Olaf Wendorff zeigte sich zufrieden mit der Veranstaltung, obwohl aus dem ehemaligen Wirkungsbereich und heutigen Einsatzbereich III, der dem Wettkampf ursprünglich den Namen gab, nur Roxförde der Einladung gefolgt war. Da aber alle Wehren aus dem Bereich des Feuerwehrverbandes Gardelegen eingeladen waren, war es schon eine runde Sache mit guter Beteiligung. Er selbst moderierte den Wettkampf und verkündete die Zeiten, die Ann-Marie John und Anika Wendorff gewissenhaft notierten.

Als Zeitnehmer fungierten Dittmar Krull von der Jeseritzer Wehr, Michael Thiele von der Roxförder Wehr und Sebastian Duhm, der kein Feuerwehrmitglied ist, aber als „unparteiischer Beobachter“ mitmachte, wie er schmunzelnd sagte. Tim Röscher war der Starter, auf dessen Kommando alle hörten. Durstig und hungrig musste auch niemand bleiben. Kaffee und Getränke standen bereit. Den heißesten Job des Tages hatten allerdings Detlef Gadau und Klaus Kupke, die am Grill für frisch gebrutzelte Bratwürste und Buletten sorgten. Diese ließen sich auch die Zuschauer schmecken, die zum Wettkampfplatz gekommen waren.