Gardelegen l Sportstätten in Mieste, Solpke, Lindstedt und Gardelegen können über das Programm Sachsen-Anhalt Sportstättenbau attraktiver gestaltet werden. Für die jeweiligen Vorhaben, vier an der Zahl, werde sich die Hansestadt Gardelegen mit einem finanziellen Anteil beteiligen, sofern der Stadtrat dem in seiner nächsten Sitzung zustimmt. Für diese Anteilsfinanzierungen sprachen sich bereits die Mitglieder des Bau- sowie des Sozialausschusses aus.

In der Solpker Turnhalle möchte der SV Komet Solpke den Hallenfußboden instandsetzen lassen. 1975 ist die Halle errichtet und mit Holzdielung versehen worden. Diese müsse nun herausgenommen werden, weil sich der „Fußboden in desolatem Zustand befindet“, wie Sven Grothe, sachkundiger Einwohner im Bauausschuss und Mitglied im Solpker Ortschaftsrat, informierte. Es bestehe Verletzungsgefahr. Dach und Fassade der Sporthalle sind bereits erneuert worden, fügte Grothe hinzu. Am neuen Hallenfußboden beteiligt sich die Stadt mit 71.000 Euro. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 140.000 Euro. Der Kreissportbund habe bereits seine Unterstützung zugesagt, so Grothe. 5000 Euro steuert er bei. 50.000 Euro kommen vom Land. Der Sportverein selbst beteiligt sich mit 14.000 Euro , also 10 Prozent der Gesamtsumme. Dass sich die Investition lohne, machte Grothe deutlich. „Im Winter ist die Halle komplett ausgelastet.“ Sportler, unter anderem auch vom Verein in Mieste, nutzen die Halle.

Energiekosten mit Dachdämmung sparen

Für 100.000 Euro möchte der SV Wacker Lindstedt die maroden Sanitäreinrichtungen und Umkleidekabinen modernisieren. Um Energiekosten einzusparen, soll das Dach gedämmt werden. Im gesamten Vereinsgebäude sollen außerdem Heizkörper angebracht werden, Elektrik soll neu verlegt werden. Das Gebäude soll so saniert werden, dass es den heutigen Standards entspricht, heißt es in der Beschlussvorlage. Das Gebäude sei vor 60 Jahren errichtet worden. Vor 30 Jahren sei eine Sanierung in Eigenregie der Vereinsmitglieder erfolgt. „Das Haus ist in die Jahre gekommen. Es muss was gemacht werden“, stimmt Bauausschussvorsitzender Gustav Wienecke (Gemischte Fraktion) zu. 38.000 Euro werde die Hansestadt bereitstellen. Der Sportverein ist mit 10.000 Euro dabei. 50.000 Euro gibt es wiederum vom Land Sachsen-Anhalt und 2000 Euro vom Kreissportbund.

Der FSV Mieste hat sich in den zurückliegenden Jahren zur Erhaltung des Sportplatzes, der auch für den Schulsport genutzt wird, mit eigenen finanziellen Leistungen und mit Arbeitsstunden eingebracht. Jetzt ist die Erneuerung der Umzäunung geplant. Die Sicherung des Grundstücks vor unbefugtem Zugang soll so gewährt werden. Eine Maßnahme, die 17.637 Euro kosten wird. 8815 Euro werden vom Land gefördert, 3531 Euro vom Kreissportbund. Der Verein hat einen Eigenanteil von rund 1763 Euro. Für die Hansestadt fällt ein Zuschuss von 3527 Euro an.

Beregnungsanlage statt Hallenbau

Der Tennisclub Grün-Weiß Gardelegen hat einen Zuschuss für eine neue Beregnungsanlage beantragt. Die derzeitige Beregnungstechnik weise diverse Verschleißzustände auf, wie der Verein in seinem Antrag begründet. Vorgesehen ist, dass im kommenden Jahr ein Brunnen neu gebaut wird, neue Pumpen angeschafft und verschlissene Regner ausgetauscht werden. Die Beregnungsanlage soll mit automatischer Steuerung ausgestattet sein. Dafür muss der Hallenbau allerdings nach hinten gestellt werden. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 19.543 Euro. Mit 30 Prozent der Summe, 5900 Euro, werde die Stadt das Vorhaben unterstützen. 50 Prozent werden vom Land, 10 Prozent vom Kreissportbund gefördert. Der Verein stemmt einen Eigenanteil von 10 Prozent.

Die Mitglieder von Sozial- und Bauausschuss haben sich für fast alle vier Anteilsfinanzierungen durch die Stadt einstimmig ausgesprochen. Allein für die Beregnungsanlage auf der Tennisanlage hat es während der Bauausschusssitzung eine Gegenstimme gegeben. Diese wurde von Regina Lessing (Gemischte Fraktion) abgegeben.