Straßenarbeiten

Fräsen in Estedt: Damit die Fahrbahn nicht zum Flussbett wird

Fräsarbeiten am Kirschweg zwischen Estedt und Schenkenhorst stießen nicht bei allen Anwohnern auf Verständnis, sind laut Gardelegens Bauamtsleiter aber notwendig.

Am Weg zwischen Estedt und Schenkenhorst wurden die Bankette gefräst.
Am Weg zwischen Estedt und Schenkenhorst wurden die Bankette gefräst. Foto: Stefanie Brandt

Estedt - Von Stefanie Brandt

Von vermeintlich falsch ausgeführten Mäharbeiten berichtete am Dienstag ein Volksstimme-Leser der Redaktion. An der Kirschallee, die links von der Straße zwischen Estedt und Schenkenhorst abzweigt, sei die Randbegrünung entfernt und Schotter in die Reihen der angrenzenden Kirschbäume geschleudert worden.

Tatsächlich bietet sich an beschriebener Stelle ein gewöhnungsbedürftiger Anblick. Ottmar Wiesel, Fachbereichsleiter für Baudienstleistungen bei der Hansestadt Gardelegen erklärte aber auf Volksstimme-Nachfrage: „Bei den durchgeführten Arbeiten handelte es sich nicht um Mäharbeiten, sondern um das Fräsen der Bankette. Dadurch wird – man konnte es in den beiden letzten Jahren auch entlang der Bundes- und Landesstraßen sehen – ein ordnungsgemäßer Ablauf des Niederschlagswassers von Fahrbahnen wieder ermöglicht.“

Wie der Bauamtsleiter weiter informiert, überwuchern im Laufe der Zeit die Bankettbereiche immer wieder das Höhenniveau der Straßen- und Wegekanten. „Die Fahrbahnen gleichen dann eher einem ,Flussbett’, das Wasser kann dann eben seitlich nicht ablaufen und im Seitenbereich versickern“, so Wiesel.

Im beschriebenen Abschnitt käme hinzu, dass die ohnehin höher liegenden, weitergehenden Böschungsbereiche und auch die angrenzenden Ackerflächen höher liegen als das Fahrbahnniveau. Die Abspülung der Böschungen und des Ackers würde mit der Zeit Bodenmaterial seitlich der Fahrbahn anhäufeln. „Dieses angehäufelte Bodenmaterial wird während der Fräsung wieder in den ursprünglichen Streifen außerhalb des unmittelbaren Banketts gefördert.“

Die Hansestadt Gardelegen habe diese Maßnahme kürzlich an mehreren Wegen - auch an dem abschüssigen Speckweg in Wiepke als begleitende Maßnahme in puncto Hochwasserschutz – umgesetzt.