Kalbe/Gardelegen l Mit einem demonstrativen Zeichen wollen mehrere Initiativen aus der Altmark am Freitag, 27. Januar, den zügigen Bau des Besucher- und Dokumentationszentrums auf dem Gelände der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe einfordern. Geplant ist die Aktion nach der offiziellen Veranstaltung, die an diesem Gedenktag für die Opfer der Nazi-Verbrechen stattfindet und die um 16 Uhr beginnt.

Gegen 17 Uhr sollen sich dann mindestens 100 Menschen mit Kerzen formieren und den Umriss des geplanten Zentrums veranschaulichen. Über das Vorhaben informierte Mitinitiator Bernd Kloß vom Bündnis „Seehausen links“ am Sonnabend in Kalbe am Rande der Wahlkreiskonferenz der Linken. Damit ist die Hoffnung verbunden, dass die für den Bau benötigten 3,7 Millionen Euro doch noch in den nächsten Landeshaushalt eingestellt werden. Mehr als 1000 KZ-Häftlinge waren 1945 in den letzten Kriegstagen unter grauenhaften Umständen auf dem Gelände ermordet worden.

Kloß und Mitstreiter setzen darauf, dass sich aus allen Teilen der Altmark Interessierte an der Aktion beteiligen. So soll ab Seehausen auch ein Bus eingesetzt werden, der dann an mehreren Orten hält.