Kalbe l Ein paar mehr Mannschaften hätten es zwar sein können, bedauert Fußball-Sektionsleiter Denis Brand. „Und leider hat das auch mit den geplanten Show-Acts zum Jubiläum nicht geklappt, wie geplant.“ Aber das sollte der Stimmung keinen Abbruch tun. „Schließlich steht der Fußball im Mittelpunkt.“ Und dort stand er auch beim jüngsten Kalbenser Glockenturnier. Zum 40. Mal übrigens. Eine Zahl, die am Samstagabend besonders Glockenturnier-Erfinder Dieter Staschat stolz macht. „Und es ist noch nie ausgefallen“, betont er gerührt. Auch er selbst habe das Turnier in dieser Zeit nur ein einziges Mal nicht besuchen können. Am Sonnabend jedenfalls muss er viele Hände schütteln und sich immer wieder auf die Schulter klopfen lassen.

„Wir müssten uns irgendwie mal was ganz besonderes einfallen lassen“, hatte Staschat – vor vier Jahrzehnten junger Trainer beim VfL Kalbe – einst zu seiner Frau gesagt. Damals habe es ja auch noch viel mehr Mannschaften gegeben, erinnert er sich. Gemeinsam wollten sich die beiden bei einem Besuch in Potsdam deshalb mal nach einem besonderen Pokal umschauen. Leider gab es den auch in der großen Stadt nirgends. Da fiel Staschat die schwere Glocke ins Auge: die Geburtsstunde des Glockenturniers. Und läuten darf sie natürlich nur der Sieger. Das gehört zum guten Ton. Und einen guten Ton hat sie ja auch selbst, die Messingglocke. Schmuck ist sie außerdem. Deshalb wird das gute Stück seither auch immer heiß umkämpft.

Sieg für erste Männermannschaft

Am Sonnabend sind es sechs Mannschaften, die um sie kickten. Das besondere: Zugelassen sind beim Glockenturnier nicht nur die Vereinsmitglieder selbst, „sondern auch Spieler, die früher mal für uns gespielt haben und jetzt nicht mehr oder woanders spielen“, erläutert Sektionsleiter Denis Brand. So zum Beispiel die Vorjahressieger Old School oder Mannschaften wie Black &White, Team Blume oder Die ehemaligen II. Mit dabei sind aber natürlich auch wieder die Alten Herren und selbstredend die aktiven Fußballer der 1. Männermannschaft des VfL Kalbe. Und letztere dürfen die Glocke am Sonnabend dann letztendlich auch zum Klingen bringen. Ein Punktestand von beachtlichen 15 Punkten bringt ihnen den Sieg. Old School folgt mit 12, Black&White mit 9 Punkten.

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Engagiert sind beim Glockenturnier aber längst nicht nur die Herren in den kurzen Hosen. Dafür, dass am Spielfeldrand alles klappt, sorgen nämlich auch viele Helfer. Mit Burghard Kramp, Lars Bohnebuck und Paul Lemme achteten zum Beispiel drei engagierte Schiedsrichter darauf, dass alles fair zugeht. Und im Foyer haben mit Anne Blume, Tessa Pretz, Carolin Wrobel und Nicole Hackbart vier gut gelaunte Damen ein appetitliches Büfett für das leibliche Wohl der Spieler und Besucher hergerichtet. Denn die sind auch zum 40. Mal natürlich wieder zahlreich beim Glockenturnier, um ihre Favoriten anzufeuern.