Tourismuskonzept

Gardelegen lockt Urlauber: Wandern, radeln, reiten in der Altmark

Das Tourismuskonzept, das die Hansestadt Gardelegen erstellen ließ, soll umgesetzt werden. Offene Gärten, Wander-, Rad- und Reitwege locken.

Von Cornelia Ahlfeld
Shetty-Fohlen Coolstep Chucca springt fröhlich durch den Mai. Als Pferdeland soll die Altmark Touristen locken.
Shetty-Fohlen Coolstep Chucca springt fröhlich durch den Mai. Als Pferdeland soll die Altmark Touristen locken. Conny Stegert

Gardelegen - Knapp 70 Seiten umfasst das neue und erste Tourismuskonzept der Einheitsgemeinde Hansestadt Gardelegen, erstellt im Auftrag der Stadt von der Freizeit- und Tourismusberatung GmbH Potsdam. Etwa 10500 Euro hat die Kommune dafür ausgegeben. Doch diese Investition soll sich lohnen, denn damit soll ein Wirtschaftszweig gefördert werden, der Tourismus, von dem viele Akteure in der Region profitieren können, angefangen von der Hotellerie, Gastronomie bis hin zum Einzelhandel.

Das Konzept hat der Stadtrat bereits bestätigt. Enthalten sind eine Ist-Analyse und Auswertung unter anderem mit der Feststellung, dass die Aufenthaltsdauer von Touristen in der Region Gardelegen durchschnittlich bei 1,9 Tagen liege. Und das sei weit unter dem Landesdurchschnitt, erläuterte Katja Stefanis, Leiterin des Potsdamer Büros. Zentrale Themen für Touristen hier seien das Radfahren, das Wandern und die Gartenträume mit offenen Privatgärten und historischen Parkanlagen. Das soll ausgebaut werden.

Mehr Außengastronomie

Erforderlich sei beispielsweise auch mehr Außengastronomie. Grundsätzlich handele es sich aber nicht um ein starres Konzept, sondern um einen Entwurf, der ständig fortgeschrieben und aktualisiert werden solle, betonte Gabriela Winkelmann von der Stabstelle Stadtmarketing der Stadtverwaltung.

„In the middle of nüscht, davon gibt es hier eine ganze Menge. Wir sollten also endlich in die Puschen kommen und loslegen“, forderte Stadtrat Siegfried Jordan (Fraktion SPD, Feuerwehr und Südliche Altmark) in Anlehnung an ein gleichnamiges Buch über die stillen Sehenswürdigkeiten in der schönen östlichen Altmark.

Sein Fraktionskollege Oliver Stegert hatte auch gleich einen Ergänzungsvorschlag für das Tourismuskonzept. „Es gibt hier viele Orte, die haben mehr Pferde als Einwohner. Der Reittourismus sollte also unbedingt Aufnahme finden“, so Stegert.

Künftig soll in den kommunalpolitischen Gremien zweimal im Jahr die konzeptionelle Arbeit im touristischen Bereich ausgewertet werden. Zudem sind Tourismus-Stammtische geplant.