Gardelegen l Schoko, Nuss, Vanille und viel noch mehr Eis – ein frisches Thema stand am Montagabend auf der Tagesordnung im Gardeleger Bauausschuss. Denn direkt auf dem Gardeleger Rathausplatz im Haus Nummer 16 (derzeit das Domizil eines Hausservicebetriebes) soll es – wenn es mit den Plänen von Biagio Guzzo klappt – schon bald echtes italienisches Eis geben.

Guzzos Antrag auf „Nutzungsänderung eines Ladengeschäftes in ein Eiscafé samt Errichtung eines geschlossenen Pavillons“ lag den Mitgliedern als Mitteilungsvorlage vor. Denn der gebürtige Italiener möchte für den Verkauf künftig auch zwei Stellflächen vor dem Geschäft und sogar einen kleinen Teil des Rathausplatzes selbst nutzen und warb dafür um Zustimmung. Denn „leider ist das Wetter hier ja nicht so schön wie in Italien“, begründete er schmunzelnd.

Faltbares Dach für Regentage

Deshalb plant er, das vorhandene Schaufenster mit einer sogenannten Faltanlage zu koppeln. Diese könne dann bei schlechtem Wetter vorgezogen werden. Damit ließe sich eine Stellfläche von rund fünf mal sieben Metern für Tische und Stühle schaffen. Und es soll nach seinen Plänen auch direkt auf dem Rathausplatz in der Nähe des Brunnens eine weitere Stellfläche fürs Café-Mobiliar geben, die allerdings jederzeit wieder beräumt werden kann.

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Eis bis 22 Uhr abends

Sein Eis will er übrigens in der Saison auch noch nach 18 Uhr, möglicherweise sogar bis 22 Uhr anbieten, so Guzzo. Zudem werde er ein bis zwei Arbeitsplätze für Aushilfen schaffen.

Erfahrungen als Gastronom bringt er reichlich mit. Denn Guzzo betreibt bereits ein Eiscafé im niedersächsischen Brome und ein weiteres in Klötze. „Mein Traum wäre eine Kette von Eiscafés in der Altmark“, erläuterte er den Bauausschussmitgliedern.

Noch keine Antwort vom Denkmalsschutz

Und seine Pläne kamen bei ihnen offensichtlich auch gut an. Nachfragen gab es dennoch. So interessierte sich Andreas Höppner für die denkmalrechtliche Genehmigung. Diese, so versicherte Bauamtsleiter Engelhard Behrends, sei bereits angefragt. Bisher liege aber noch keine Antwort vor.

Ob er denn gar keine Angst vor der Konkurrenz habe, wollte Sieghard Dutz wissen. Das indes verneinte Guzzo. „Er wolle „niemanden stören“, betonte er, aber „Konkurrenz belebt nun mal das Geschäft und das ist besser für die Kunden in der Stadt.“

Mietvertrag unterschrieben

Bei zu wenig Konkurrenz, würden Anbieter manchmal ja auch „zu locker in puncto Freundlichkeit oder bei den Öffnungszeiten“, glaube er. Das die Konkurrenz vom Rathausplatz dabei nur wenige Meter neben ihm im Zuschauerbereich saß und ihn beobachtete, störte ihn offensichtlich nicht.

Alles in allem hoffe er, dass sich für alle seine Wünsche eine Lösung finden lasse, betonte Guzzo abschließend. Den Mietvertrag für das Geschäft und eine anliegende Wohnung hat er nämlich bereits unterschrieben.