Gardelegen l Im November des Jahres 2017 und im Januar 2018 hatten sich offenbar die meisten Paare entschieden, Eltern zu werden. Denn neun Monate später – im Juli und im September des Jahres 2018 – erblickten auf der Entbindungsstation des Gardeleger Altmark-Klinikums jeweils 34 Babys das Licht der Welt. Beide Monate führen damit die Statistik der Geburten, beurkundet im Gardeleger Standesamt, an. Entgegen dem Jahrestrend liegen im Juli und im September mit je 20 Geburten auch die Jungs vorn. Bei den Mädchen waren es in beiden Monaten 14 Geburten. Mit jeweils 33 Geburten folgen die Monate Februar und Mai.

Zwei Zwillingspärchen und zwei Hausgeburten

Insgesamt wurden im Gardeleger Standesamt 345 Geburten beurkundet: 171 Jungen und 174 Mädchen. Im Jahr zuvor waren es noch acht Geburten mehr. Eine Auffälligkeit haben die Gardeleger Standesbeamtinnen Petra Wendel, Anke Daniel und Karin Lemm für den Monat August bemerkt. Waren es im August 2017 immerhin 43 Geburten, kamen im August des vorigen Jahres nur 26 Kinder zur Welt. Erklärbar sei dieser Einbruch allerdings nicht. „Wir hatten schon mal in Sachen Stromausfall eine Statistik geführt. Dass es dann neun Monate später mehr Geburten waren, das konnten wir nicht feststellen“, sagte Anke Daniel augenzwinkernd.

Im Juni wurde eine Geburt nachbeurkundet. Das Kind kam in der Schweiz zur Welt. Zwei Zwillingspärchen wurden im vorigen Jahr geboren, ein Mädchenpaar am 9. April und am 28. Mai ein Schwester-Bruder-Pärchen. Zudem gab es zwei Hausgeburten, im Februar in Mieste und im Juni in Letzlingen.

Beurkundet wurden auch Geburten von Kindern, deren Eltern ausländischer Herkunft sind.

347 Sterbefälle, darunter zwei im Ausland

Den 345 Geburten standen 2018 insgesamt 347 Sterbefälle gegenüber. Auch hierbei gab es zwei Nachbeurkundungen. Zwei Sterbefälle ereigneten sich in der Türkei und in Kuba.

Etwas anders als 2017 sieht auch die Rankingliste bei den beliebtesten Vornamen aus. Standen im Jahr 2017 Frieda, Ida und Lina sowie Finn/Fynn, Hannes und Friedrich auf den ersten Plätzen, sind es 2018 Mia, Mila und Romy sowie Paul, Louis und Ben. Viermal vergeben wurden auch Oskar und Theo (s. Grafik).

Für die meisten Kinder (228) wählten die Eltern nur einen Vornamen. 110 Kinder haben zwei Vornamen, vier drei und zwei mehr als drei Vornamen. Hierbei spielten oftmals die Namen der Eltern oder Großeltern eine Rolle.

Even, Jack-Junior und Daan gehörten bei den Jungs zu den ausgefallenen Vornamen, die im vorigen Jahr vergeben wurden. Bei den Mädchen waren es Hailey, Abbygail, Evin, Sunny, Kimberly, Nia und Giulia. Nach wie vor im Trend sind auch alte Vornamen, wie Henk, Helge, Tilmann, Josef, Cornelius, Albert und Erwin oder Wilma, Hildi, Lissy, Vreni, Selma und Lotte.

Bei den Geburten und beliebtesten Vornamen ein Blick in die Nachbarregionen: Im Raum Salzwedel lagen 2018 Ida, Ella und Elina sowie Paul, Elias und Felix auf den ersten Plätzen. 402 Kinder wurden geboren, darunter 204 Jungs und 198 Mädchen.

Im Raum Stendal waren es 737 Kinder, 376 Jungen und 361 Mädchen. Leni, Mia und Charlotte gehören bei den Mädchen zu den beliebtesten Vornamen, und Ben, Emil und Anton führen die Liste bei den Jungen an.