Jeseritz l Ungemütliches Herbstwetter und Dauerregen – da war es im Jeseritzer Dorfgemeinschaftshaus doch wesentlich gemütlicher. Gefeiert wurde dort das jährliche Kirchengemeindefest. Und der Einladung dazu waren etwa 80 Jeseritzer gefolgt. Zum Auftakt fand ein Gottesdienst in der Kirche statt. Pfarrer Jürgen Dittrich erzählte in seiner Predigt eine Geschichte vom „Schatz im Acker“, den ein Bauer einst unverhofft fand – vergleichbar mit dem Schatz des unverhofften Glaubens.

Wenig später fanden die Besucher dann auch im Dorfgemeinschaftshaus einen Schatz. Denn dort wartete neben einem leckeren Kuchenbüfett, das die Gemeindefrauen und Seniorinnen vom Rentnertreff spendiert hatten, auch wieder ein besonderer Gabentisch auf die Besucher. Rosi Voigt war nämlich im Vorfeld des Festes auf Sponsorensuche gegangen, um für die diesjährige Tombola viele Preise zu sammeln. Und sie hatte reichlichen Erfolg. Vom selbstgemachten Eierlikör bis hin zu praktischen Gutscheinen für den Friseur oder eine selbstgebackene Torte fanden sich tolle Preise auf dem Tombolatisch. Sogar ein Sack Futterrüben oder eine Karre Mist frei Haus waren im Angebot. „Unbezahlbar, wenn wieder Erdbeerzeit ist“, sagte Pfarrer Dittrich schmunzelnd.

Geschichte vom Schatz im Acker

Unbezahlbar war aber auch wieder die gute Stimmung im Saal. Denn gut gelaunt kauften die Jeseritzer natürlich alle Lose auf. „Leider können wir nur drei Stück pro Person herausgeben“, informierte Losverkäufer und Ortsbürgermeister Reiner Köhler. „Cleverer Schachzug, die künstliche Verknappung“, kommentierte Dittrich amüsiert. Indes: Köhler hatte alles richtig gemacht. Denn die Nachfrage war groß.

Bevor die Glücklichen allerdings ihre Preise entgegennehmen durften, hatten die Kinder der Gemeinde noch etwas vorbereitet. Sie spielten das Gleichnis von Zachäus, dem korrupten Zollpächter aus Jerusalem (Thorben Olms), der sich von Jesus (Friedrich Knake) bekehren ließ. Am Ende gab er, zur Freude der Zuschauer, allen ihr Geld zurück, die er zuvor betrogen hatte.

Erlös für Kirchensanierung

Das Geld, das die Tombola und die Kuchenspenden einbrachten, wird, so betonte Dittrich, natürlich noch in die Restzahlung für die Kirchensanierung fließen, die im vergangenen Jahr erfolgt war. Und auch das sei eigentlich ein Schatz gewesen, erinnerte er. Denn die Förderung sei ein Segen für die so engagierte Gemeinde, auf die er am Sonntag sehr zufrieden blicken durfte.