Kalbe l Es war in etwa so erwartet worden. Erste Ergebnisse der Baugrund-Untersuchung an der Kalbenser Feldstraße belegen, dass dort schwierige Voraussetzungen zum Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses existieren, dass die Umsetzung dieses Vorhabens aber nicht unmöglich ist.

„Ich sehe anhand der Mitteilungen des Bauplaners aktuell keine Veranlassung, den Stadtrat zu einer Sondersitzung zusammenzuholen, um über einen Alternativstandort zu entscheiden“, so die Einschätzung von Bürgermeister Karsten Ruth, nachdem er das Schreiben des Bauplaners erstmals studiert hatte.

Aufgefüllter Baugrund problematisch

Demnach ist auf dem avisierten Areal hinter dem Sportplatz an der Feldstraße „schwieriger Baugrund vorhanden“, wobei „der nichttragfähige, aufgefüllte Baugrund oberhalb des Grundwassers problematisch ist“. Bei dem betreffenden Grundstück handelt es sich um eine Senke, die in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach aufgefüllt worden war.

Dennoch sieht es momentan nicht danach aus, dass dort mit einer Pfählung gearbeitet werden müsste, was das ganze Bauvorhaben stark verteuern würde. Auch Spezialbeton müsste wohl nicht zur Anwendung kommen. „Demnach wäre das Vorhaben für mich weiterhin wirtschaftlich darstellbar“, so der Kommentar von Karsten Ruth, der sich gestern dazu auch mit der Stadtwehrleitung besprach.

Immerhin soll noch in diesem Quartal der Förderantrag für das neue Feuerwehrgerätehaus beim Landes-Innenministerium eingereicht werden, was gestern auch Gegenstand des Gespräches mit den beiden SPD-Landespolitikern Rüdiger Erben und Jürgen Barth (siehe Bericht oben) war. Mit einem Kostenumfang von mindestens drei Millionen Euro würde es sich um das bislang größte Bauprojekt seit der Gründung der Einheitsgemeinde Kalbe im Jahr 2010 handeln. Das Land würde aber maximal die Hälfte der Investitionssumme fördern, was Innenminister Holger Stahlknecht bei einem Ortstermin im August 2018 deutlich gemacht hatte.

Umso wichtiger ist es, dass es dann beim Bau des Gerätehauses keine bösen Überraschungen gibt. Deshalb war Mitte Dezember auch die Baugrunduntersuchung mittels Rammsonde erfolgt. Es stehen dazu nun zwar noch einige Laborergebnisse aus, doch der Bürgermeister zeigte sich vorsichtig optimistisch. Spätestens Ende Januar soll ihm das komplette Bodengutachten vorliegen.