Gardelegen (vs/mas) l Der nächste Schritt bei der Umsetzung des denkmalpflegerischen Rahmenkonzeptes des Gardelegener Friedhofs ist erfolgt. Darüber informierte die Stadtverwaltung. „Derzeit werden in zwei Gräberfeldern in der Nähe des Holzweges die eingegangenen Thuja- und Ligusterhecken entnommen“, informierte Isolde Niebuhr, Leiterin des Fachbereiches Sicherheit und Ordnung. Auf den zwei Feldern befinden sich 29 Wahlgräber. 19 Nutzungsberechtigte haben sich nach einer Befragung durch die Hansestadt Gardelegen dafür entschieden, an den Grabflächen als Begrenzung wieder Hecken pflanzen zu lassen. „Dort werden Hainbuchenhecken als Ersatz gepflanzt, die auch bei Trockenheit robust genug sind“, so Niebuhr.

Rasensaat noch in diesem Jahr

Zehn Nutzungsberechtigte haben sich hingegen dazu entschieden, keine Hecken neu setzen zu lassen. Wo diese einst standen, wird nun Rasen eingesät. Außerdem wird in dem Bereich eine Blühwiese entstehen. „Der Zugang zu den Gräbern wird über Wege gestaltet, die gemäht werden“, erläuterte die Fachbereichsleiterin. Je nach Witterung kommt die Rasensaat noch in den nächsten Wochen in die Erde, ansonsten erst im kommenden Jahr. Aus drei Saatmischungen wurde die ausgewählt, „die am widerstandsfähigsten ist“, so Niebuhr weiter.

Die Arbeiten umfassen außerdem, dass vertrocknete Hecken künftig nach und nach entnommen werden. „Es sieht einfach nicht schön aus, wenn an den Gräbern verdorrte Pflanzen stehen“, meinte die Fachfrau und warb um Verständnis, dass bei einzelnen Entnahmen nicht sofort nachgepflanzt wird, „sondern wir aus Kostengründen immer Nachpflanzungen sammeln und in größeren Mengen umsetzen“. Daher könne es zeitweise Lücken geben.

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Friedhof ist ein Gartendenkmal

Hinzu kommt im Rahmen der Erneuerungen auf dem Friedhofsareal, dass in Kürze der Friedhofszaun zum Holzweg fertiggestellt wird. Dort hatte die Stadt Gardelegen für 64 000 Euro einen hochwertigen Metallzaun setzen lassen, der dem Denkmalcharakter des Friedhofes angemessen ist. Die letzten Felder werden demnächst installiert.

Der Gardelegener Friedhof, der in den Jahren um 1880 angelegt wurde, ist seit 1997 ein Gartendenkmal. Er hat eine Fläche von neun Hektar, 2509 Grabstätten sind belegt. Er ist einer von insgesamt 27 Friedhöfen in der Einheitsgemeinde.