Dannefeld l „Schmückt das Fest mit Maien, lasset Blumen streuen ...“ sangen die Gottesdienstbesucher am Nachmittag des Himmelfahrtstages in Dannefeld. Wohl kaum ein Lied hätte besser gepasst. Denn der Mai war überall zu spüren. Und Blüten gab es en Gros – überall ringsum grünte und blühte es. Traditionell feierten die Christen im Kirchspiel Mieste ihren Gottesdienst draußen. Und das Wetter meinte es gut. Dabei habe die Wetter-App ja eigentlich noch am Vortag ab 11 Uhr Regen angesagt, erinnerte Wolfgang Schwarzer. „Doch je näher der Termin heute kam, desto weiter rückten die Wolken nach hinten.“ Und so konnte der Oebisfelder Pfarrer, der gemeinsam mit seiner Miester Kollegin Cornelia Gerlitz den Gottesdienst hielt, seine Predigt bei strahlenden Sonnenschein halten: Jesus sei zu seinem himmlischen Vater zurückgekehrt, und seither dürften die Menschen ja zu sich selbst sagen, „auch wenn wir nicht perfekt oder vollkommen sind“, erinnerte er. Und „alles was im Leben schiefgelaufen ist, bleibt bei Gott“. Allerdings bleibe der manchmal ein Geheimnis. Und: „Verfügen können wir auch nicht über ihn.“

Auf Bänken und Decken Platz genommen

In seiner Predigt machte Schwarzer Mut, Christi Himmelfahrt nicht so sehr als „Weggang“ von Jesus, sondern eher als sein Kommen, und somit als etwas Schönes zu sehen. Die Freude an Himmelfahrt, sie war den über hundert Gottesdienstbesuchern, die es sich auf Bänken und Decken bequem gemacht hatten, aber ohnehin anzumerken – auch in den Liedern, selbst wenn denen unter freiem Himmel ein bisschen die Kirchenakustik fehlte.

Dafür sorgten die Bläser unter Leitung von Kantor Roland Dyck und der Miester Kirchenchor unter Leitung von Kantorin Monika Wrobel dann zwischendurch für den perfekten Klang.