Fotoshooting

Gutshof Lindstedt wird zur Kulisse für Shootingday Deutschland

Der Gutshof Lindstedt lockte am Sonntag Fotografen und Models aus ganz Deutschland an. Er war Kulisse für den Shootingday Deutschland.

Von Stefanie Brandt
Anja Rohrdiek freute sich, Sebastian Klaffka und seine Fotofreunde auf dem Gutshof in Lindstedt begrüßen zu können.
Anja Rohrdiek freute sich, Sebastian Klaffka und seine Fotofreunde auf dem Gutshof in Lindstedt begrüßen zu können. Stefanie Brandt

Lindstedt - Da traute manch Lindstedter am Sonntag seinen Augen kaum: Engel, Bräute und scheinbar Zeitreisende waren auf dem Gutshof gelandet. Grund für den ungewöhnlichen Anblick war der Shootingday Deutschland, ein Kreativtreffen für Fotografen und Models, das Station in der Altmark machte.

Das war mal wieder ein gelungener Schachzug von Anja Rohrdiek. Die umtriebige Lindstedterin hatte am Sonntag Gäste aus ganz Deutschland zu ihrem Herzensprojekt, dem alten Gutshof, gelockt. Und diese waren begeistert von den Gebäuden und den sich bietenden Möglichkeiten.

Eine Idee, die gut ankommt

Auf der Plattform Instagram hatte Rohrdiek im Internet vor einiger Zeit Fotos vom Shootingday Deutschland gefunden und Kontakt mit dem Initiator Sebastian Klaffka aufgenommen. Der Lübecker, selbst begeisterter Hobbyfotograf, hatte 2017 die Idee, besondere Orte für Fotoshootings zu suchen und es anderen zu ermöglichen, dort Bilder zu machen. Ob Gutshof, Bauernhof mit Tieren, ein verlassenes Hotel am Bodensee, oder die Beelitz-Heilstätten – Klaffka ist in ganz Deutschland unterwegs. Und inzwischen folgen ihm rund 1800 Interessierte.

Den Shootingday in Lindstedt nutzten Chiara Frechen und Fotograf Manuel Rieckenberg aus Celle. Der aufgestellte Framo war eine besonders beliebte Kulisse.
Den Shootingday in Lindstedt nutzten Chiara Frechen und Fotograf Manuel Rieckenberg aus Celle. Der aufgestellte Framo war eine besonders beliebte Kulisse.
Fotos: Stefanie Brandt

Diese werden in den nächsten Tagen und Wochen auch Bilder mit dem Hashtag shootingdaydeutschland finden, auf denen der Gutshof Lindstedt zu sehen ist – kostenlose Werbung für das Projekt also. In Mecklenburg-Vorpommern sei mit den Einnahmen aus den Shootings sogar schon einmal eine Dachsanierung unterstützt worden, berichtete der Organisator.

Framo als besonderes Highlight

Klaffka äußerte sich am Sonntag begeistert: „Der Gutshof Lindstedt ist eine tolle Location, sehr vielfältig. Dass wir den Framo hier haben, ist natürlich super.“ Tatsächlich war der alte, hellblaue Pritschenwagen ständig im Fokus der verschiedenen Fotografen.

Darauf posierte auch Chiara Frechen aus Celle, die sich von Manuel Rieckenberg in Szene setzen ließ. Beide hatten viele verschiedene Kostüme dabei und verbrachten den ganzen Tag auf dem Gelände. „Die Anfahrt hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wir waren bisher nur draußen, aber wir wollen auch drinnen noch Bilder machen, mit den alten Möbeln ist es sehr schön“, erklärten sie.

Fotos mit Fallschirm

Kostüme hatte auch Klaffka mitgebracht. Auffällige Kleider aus verschiedenen Jahrzehnten, große Hüte und sogar einen Fallschirm aus alten Luftwaffe-Beständen hat er in seinem Fundus.

Teils sind bei den Shootingdays auch Visagisten vor Ort. In Lindstedt war das bei den sieben angemeldeten Fotograf-Model-Paaren aber nicht notwendig.

Anja Rohrdiek, die das Treiben auf dem Gelände mit leuchtenden Augen verfolgte, freute sich, dass die Idee so gut angenommen wurde und wieder einmal Leben auf dem Gutshof einkehrte. Gegen eine Wiederholung der Veranstaltung spricht also nichts.