Zichtau l Hanami ist japanisch und bedeutet „Blüten betrachten“. Große Kirschblütenfeste werden in jedem Frühjahr in Japan gefeiert. Einen japanischen Garten gibt es seit dem vergangenen Jahr auch in Zichtau. Er gehört zu den Schaugärten der Gartenakademie, und auch dort gibt es seit Sonntag nun einen japanischen Kirschbaum. Gepflanzt wurde er von Christa Ringkamp, Projektleiterin der Gartenakademie, und Kiminori Iwama, Gesandter der japanischen Botschaft, Prof. Dr. Lutz Wisweh, Präsident der Deutsch-Japanischen Gesellschaft, Bürgermeisterin Mandy Zepig und dem Landtagsabgeordneten Uwe Harms. Sie hielten das Bäumchen schön gerade und begossen es gleich.

Ein Symbol für die Freundschaft beider Nationen, wie Ringkamp fand. Nach Veranstaltungen wie „Altmark trifft Toskana und Altmark trifft Karibik wäre es schön, wenn jetzt Altmark trifft Japan dazukäme“, so Ringkamp. Aber eigentlich passierte das am Sonntag ja schon auf dem Gutshof. Überall stießen die Besucher auf fernöstliches Flair. Dazu trugen insbesondere viele Mitglieder der Deutsch-Japanischen Gesellschaft bei. Vom Bonsai-Kurs bis hin zur typisch japanischen Faltkunst Origami ließen sich Experten über die Schulter schauen. Eine Taiko-Trommelgruppe sorgte für dramatische Rhythmen. Die Rohrberger Judo-Crocodiles präsentierten japanischen Kampfsport, und fernöstliche Delikatessen wie Shitake-Pilze, Miso-Suppe und japanische Pfannkuchen konnten probiert werden.

Nicht japanisch, aber ebenfalls sehr beeindruckend war schließlich am Rande des Festes das Konzert des italienischen Pianisten Lorenzo di Bella in der Orangerie. Sein Auftritt gehörte zur Ouvertüre der diesjährigen Altmark Festspiele und wurde durch die Stiftung Zukunft Altmark in Zichtau unterstützt. Viele Festbesucher nutzten die Gelegenheit, das musikalische Ausnahmetalent mit Werken von Chopin, Scarlatti und Liszt zu erleben.

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