Estedt l Die afrikanische Schweinepest – auch in Estedt eine Bedrohung? Auf der Versammlung des Hegerings berichtete der Vorsitzende Rainer Schulze, bisher habe es zwar noch keinen Fall in den Revieren gegeben, er warnte jedoch: „Das haben wir alle noch nicht richtig auf dem Schirm.“ Wenn ein totes Schwein gefunden werde, dann werde das gesamte Gebiet im Umkreis von drei Kilometern um den Fundort gesperrt. „Wenn in den Hellbergen etwas gefunden wird, gibt es da keine Jagd mehr“.

Rüdiger Kass geehrt

Auch das Bekämpfen von Neozoen – ursprünglich nicht in Deutschland beheimateter Tiere – ist ihm ein Anliegen. Er berichtete über die geplante Anschaffung neuer Fallen, doch seien die ins Auge gefassten Fallen teurer und für die Jagd weniger gut geeignet als die bisher genutzten. Außer Waschbären seien auch Kormorane ein Problem, sie würden sich stark vermehren, was sich negativ auf den Fischbestand auswirke. Für die Arbeit für die Kreisjägerschaft und das Engagement für Kinder und Jugendliche wurde Rüpdiger Kass ausgezeichnet.

Kritische Worte gab es von Otto Volber zum Hegering-Schießen: Nur 33 Jäger hätten sich beteiligt, in der offenen Klasse hätten acht von 16 Mitgliedern gefehlt, in der Altersklasse sechs. Manche hätten im Jahr 2010 das letzte Mal geschossen. In der Jugendklasse war Johann Kass (177 Punkte) der sicherste Schütze. Zweiter wurde Martin Schulze (147), Dritter Paul König (110). In der offenen Klasse siegte Jan Brohmann (194) vor Michael Ulrich (192) und Sebastian Ulrich (180) und in der Altersklasse Reiner Brohmann (155) vor Peter Ulrich (150). Bester bei den Senioren war Jürgen Aderhold mit 195 Punkten, der damit auch bester Schütze des gesamten Hegerings wurde. Zweitplatzierter ist Otto Volber (192), Dritter Heinz Jonas (182).

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35 Böcke geschossen

Kurt Volber hob in der Trophäenschau drei kapitale Rehböcke hervor, die von Martin Schulze (Estedt) Christoph Heinze (Schenkenhorst) und Michael Becker (Wiepke) erlegt worden waren. Heinzes Trophäe wog 308 Gramm. Es wurden 35 Böcke geschossen.