Kalbe. Am Freitag war Abgabeschluss für die Spenden, die nach Ostern von Gardelegen aus in die Region rund um das rumänische Zvoristea gebracht werden sollen. Doch die Klasse 7a der Kalbenser Sekundarschule hat diese Frist eingehalten und die Sachen noch rechtzeitig im Auto von Klassenleiterin Kerstin Benecke verstaut. Die fuhr sie dann am Freitag nach Schulschluss zur Sammelstelle im evangelischen Gemeindezentrum am Aschberg.

Kerstin Benecke war es auch gewesen, die die Schüler vor wenigen Tagen auf die Hilfsaktion aufmerksam gemacht und auch die Eltern via Messangerdienst kontaktiert hatte. Denn die Lehrerin hatte zuvor einen Volksstimme-Artikel gelesen, in dem über die aktuelle Rumänien-Hilfsaktion berichtet worden war.

Bedingung gestellt

„Ich habe aber die Bedingung gestellt, nicht etwa nur Geld mitzugeben, sondern zu Hause wirklich zu schauen, was dort entbehrlich ist und womit man die Menschen in Rumänien unterstützen kann“, so die Klassenleiterin der 7a. Die Resonanz der Kinder und Eltern habe sie dann sehr gefreut, sagt sie. Denn viele Schüler seien in den nachfolgenden Tagen mit ausgedienten, aber gut erhaltenen Ranzen erschienen, prall gefüllt mit Schreibheften, Stiften, Spielen, aber auch mit Musikinstrumenten, vorrangig Flöten.

Denn die werden in der Region in der Nähe zur ukrainischen Grenze, auf die die Rumänienhilfe Zvoristea inzwischen ausgedehnt worden ist, ebenfalls benötigt. Mit ihrer Hilfe sollen Kinder aus ärmsten Verhältnissen von der Straße geholt werden. Es gibt dazu eine entsprechende Privatinitiative, die vor Ort einen Chor und eine In-strumentalgruppe gegründet hat und die mit hiesigen Mitteln unterstützt wird.

Das Nötigste wird gebraucht

Gebraucht wird dort aber auch das Nötigste. Deshalb sind Lebensmittel, aber auch warme Kleidung und Schuhe nach wie vor so wertvoll. Und auch davon haben die Schüler der 7a nun einiges mit auf die Reise geschickt. Etwa die Hälfte der Klasse hat sich an der Aktion beteiligt.

Die Rumänienhilfe Zvoristea ist 1990 von Ehrenamtlichen, unter anderem aus Letzlingen, gegründet worden. „Ich war über mehrere Jahre dort Lehrerin und kam schon damals immer wieder damit in Berührung“, erzählt Kerstin Benecke. Auch in die aktuelle Hilfsaktion will sie sich nun selbst einbringen – mit Zubehör für Pferde. Das wird ebenfalls gebraucht.