Gardelegen l Ruhig sitzt Polizeihund Seppel gestern Morgen neben Polizeiobermeisterin Katharina Stüwe auf dem Grundstück der Fördergruppe der Lebenshilfe Altmark-West am Holzweg in Gardelegen. Langsam nähern sich die Männer und Frauen, die in der Einrichtung betreut werden, um Seppel langsam über sein Fell zu streicheln. Sie freuen sich und verlieren binnen weniger Minuten jegliche Anspannung.

„Die Männer und Frauen, die in der Fördergruppe betreut werden, waren so aufgeregt, dass sie schon vor einigen Wochen damit begonnen haben, über den heutigen Tag zu sprechen“, erzählt Jana Weiß, Bereichsleiterin der Fördergruppe. Zu Gast waren am Dienstagmorgen fünf von zehn Diensthundeführern, die derzeit in der Hundestaffel Gardelegen mit ihren Vierbeinern tätig sind. Neben Katharina Stüwe waren demnach auch Polizeimeister Martin Wege, Polizeiobermeister Kai Schantora, Hauptmeister Peter Schlawin sowie Hauptmeister Nico Schmidt mit ihren Hunden vor Ort.

„Es ist das erste Mal, dass wir die Hundestaffel zu uns eingeladen haben. Man sieht den Betreuten an, dass es ihnen sehr gut gefällt, weil sie viel lernen“, erklärt Jana Weiß. Hauptmeister Nico Schmidt informiert unter anderem darüber, dass ein Hundeführer sich auf seinen Hund genau wie auf einen menschlichen Kollegen verlassen können müsse.

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„Der Hund lernt bei der Ausbildung außerdem, dass er einen Menschen, der ruhig stehenbleibt und nicht wegläuft, nur verbellen und keinesfalls angreifen darf“, so Schmidt. Was jedoch passiert, wenn sich ein möglicher Täter bewegt, bekommt Polizeimeister Martin Wege zu spüren. Er ist am Dienstag der „Täter“. Geschützt mit Spezialhandschuhen, probiert er, sich gegen den Polizeihund zu wehren – vergeblich.

Eine Ausbildung der Hunde dauere, wie Nico Schmidt erklärt, rund eineinhalb Jahre. Zunächst werden die Vierbeiner zum Schutzhund und im Anschluss während einer speziellen Ausbildung unter anderem zum Fährtenhund, Leichenspürhund, Geruchsspuren-Vergleichs-Hund oder zum Sprengstoffspürhund ausgebildet.