Jävenitz l Schon zur 100- und 110-Jahr-Feier hatte Kreisbrandmeister Torsten Schoof seine Worte an die Kameraden der Jävenitzer Feuerwehr gerichtet. Dass der Jävenitzer zur 120-Jahr-Feier nun wieder vorn stehen darf, zeige ihm, „dass wir eine starke Truppe sind.“ Er übermittelte auch Glückwünsche und Dankesworte des Landrates. Der Landkreis wisse, dass man sich auf die Feuerwehr Jävenitz verlassen könne, betonte Schoof. Und als stellvertretender Leiter des Kreisfeuerwehrverbandes Gardelegen fügte er hinzu: „Jävenitz ist eine Größe im Verband.“ Ein wichtiger Faktor dieser Wehr sei die hervorragende Jugendarbeit.

Dem stimmten Marcus Odewald, Wehrleiter in Hottendorf, und Tobias Pelzer, Wehrleiter in Kloster Neuendorf, zu. „Wir freuen uns darüber, was für gut ausgebildete Kameraden in unsere Wehr eintreten“, so Odewald. Schließlich besuchen Jugendliche aus Hottendorf die Jugendfeuerwehr Jävenitz. In Kloster Neuendorf habe man vor Jahren die Jugendfeuerwehr aufgeben müssen. Umso erfreulicher sei es, so Pelzer, dass nun wieder Jugendliche in Jävenitz ausgebildet werden. „Die Jugendarbeit ist Euch gelungen“, lobte er.

Hochachtung vor Kameraden

Dass der Jävenitzer Feuerwehrnachwuchs nicht nur vordere Plätze bei Wettkämpfen holt, zum Beispiel dreimal in Folge den Wanderpokal des Verbandszeltlagers, sondern auch etwas vom Feiern versteht, bewies er im Anschluss der Festreden. Die Mädchen und Jungen der Kinder- und der Jugendfeuerwehr zeigten einen flotten Feuerwehrtanz. Für die Kinder- und für die Jugendfeuerwehr gab es außerdem Präsente vom Verbandsjugendwart Alexander Mattheis.

Grußworte übermittelte auch der ehemalige Bürgermeister von Jävenitz, Konrad Fuchs. Er erinnerte daran, dass sich die Feuerwehr Jävenitz Ende der 1980-er und Anfang der 1990-er Jahre in keinem guten Zustand befand. „Wir hatten damals Probleme mit der Einsatzbereitschaft“, erinnerte Fuchs. Heute sei die Jävenitzer Truppe, die 30 aktive Kameraden zählt, darunter 18 Atemschutzgeräteträger, rund um die Uhr einsatzbereit. Den Kameraden sprach er seine Hochachtung für ihr Engagement aus. Fuchs erinnerte in seiner Rede auch an den Beginn der Partnerschaft zwischen der Feuerwehr Jävenitz und der Feuerwehr Lehre (Niedersachsen). „1991 hatten sie uns einen Bully geschenkt. Das kam mir vor wie ein Weihnachtsgeschenk“, so Fuchs.

Aus Partnerschaft ist Freundschaft geworden

Diese Partnerschaft bestehe noch immer. Eine Delegation von Kameraden aus Lehre war auch am Freitagabend bei der Festveranstaltung dabei. Sie überbrachten Glückwünsche und Geschenke „Aus dieser Partnerschaft ist mittlerweile eine Freundschaft geworden“, bekräftigte Sven Kozisnik, Leiter der Feuerwehr Jävenitz. Beide Wehren besuchen gemeinsam Zeltlager, so Kozisnik. Er lobte aber auch die gute Zusammenarbeit mit benachbarten Wehren.

Den feierlichen Rahmen der Jubiläumsfeier nutzte der Wehrleiter, um Bernhard Deike für seine 70-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr zu ehren. Sven Kozisnik selbst ist seit 25 Jahren Mitglied der Feuerwehr und seit 2016 Wehrleiter in Jävenitz. Alles wisse er über die 120 Jahre Feuerwehr in Jävenitz nicht, räumte er ein. Das war aber auch gar nicht notwendig. Denn einen historischen Abriss über wichtige Ereignisse der Wehr gaben im Anschluss der Jävenitzer Heimatforscher Maik Matthies und Torsten Schoof.