Altmersleben l „Wir pochen hier auf Gleichbehandlung vonseiten der Kommune“, sagt Altmerslebens Ortsbürgermeister Bernd Pawelski, wenn es um den Erhalt des örtlichen Jugendklubs geht. Dieser hat am Mittwochabend den Ortschaftsrat beschäftigt. Denn die Nachtspeicher-Heizung ist kaputt, und das nicht erst seit gestern. Ergo müsste dort dringend mal investiert werden. Doch den Klub zu unterhalten, ist eine freiwillige Aufgabe der Einheitsgemeinde Kalbe. Und die muss bekanntlich sparen.

Altmersleben ist, abgesehen von der Kernstadt selbst, wo unter Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt und dank Co-Finanzierung der Kommune eine hauptamtlich betreute Einrichtung existiert, die einzige Ortschaft in der Einheitsgemeinde, in der es noch offiziell einen Jugendklub gibt. Genau deshalb hatte es vor einiger Zeit die Absprache gegeben, dass die Nutzer des Klubs einen finanziellen Anteil zur Bewirtschaftung zu leisten haben. Schließlich handelte es sich bei ihnen größtenteils um junge Erwachsene in Erwerbstätigkeit. Doch inzwischen hat sich bei den Nutzern ein erneuter Generationswechsel vollzogen. Und diejenigen, die jetzt überwiegend den Klub besuchen, verfügen noch nicht über regelmäßige, monatliche Einnahmen. Sie sind größtenteils Schüler oder Fachschüler

Bewirtschaftung kostet im Jahr 1230 Euro

„Aber wenn nichts mit der Heizung passiert, dann können wir den Klub demnächst dauerhaft abschließen“, sagte Jasmin Pawelski während der Ortschaftsratssitzung, zu der sie und weitere Vertreter der Dorfjugend erschienen waren. Daraufhin verständigten sich die Ratsmitglieder dazu, jetzt zu prüfen, ob und mit welchem Aufwand eine Gasheizung in dem Objekt installiert werden könnte. Die Leitung verlaufe laut Ortsbürgermeister unmittelbar daneben. Wenn die Stadt keine Möglichkeit sehe, hier zu investieren, dann müsse gegebenenfalls nach anderen Finanzierungsquellen gesucht werden, unterstrich auch Ratsmitglied Hans-Georg Otte.

Laut Kämmerin Ingrid Bösener fallen für den Altmerslebener Jugendklub jährliche Bewirtschaftungskosten von rund 1230 Euro an. Ein Gros davon sind Energiekosten. Und die sind nicht zuletzt durch die Ersatzheizung mit Ölradiatoren entstanden.