Kakerbeck l Als teambildende Maßnahme bezeichnete augenzwinkernd der Jeseritzer Jugendwehrwart Ralf Fuhlbrügge die Löffel-am-Band-Aktion. Dabei musste sich die jeweilige Mannschaft quasi geschickt zusammenfädeln und wieder auseinander – natürlich so schnell wie möglich, denn Stationsbetreuer Ralf Fuhlbrügge beobachtete das Geschehen mit der Stoppuhr in der Hand. Diese Station war eine von insgesamt zehn Stationen beim traditionellen Spiel ohne Grenzen im Rahmen des jährlichen Zeltlagers der Jugendwehren des Gardelegener Kreisfeuerwehrverbandes in Kakerbeck. Es stand eine Jubiläumsauflage auf dem Programm, denn das Zeltlager fand zum 25. Mal statt. Und dafür hatten sich die Organisatoren um Lagerleiter Alexander Mattheis natürlich auch besondere Aktionen ausgedacht. Vor allem, was das Spiel ohne Grenzen betrifft.

Tauziehen mit dem Löschfahrzeug

„Wir haben viele Klassiker aus 25 Jahren Spiel ohne Grenzen dabei“, so Mattheis. Beispielsweise das Kreiskuppeln. Dabei müssen vier Sauglängen im Kreis zusammengekuppelt werden. Gar nicht so einfach, wie die Jungs der Mannschaft Kunrau I bestätigten. Zu den Klassikern gehörten zudem unter anderem Sommerskilauf und Schlauchkegeln. Beliebt bei der Hitze war das Wasserholspiel. Herbei galt es, innerhalb von fünf Minuten soviel Wasser wie möglich in Plaste-bechern von einer routierenden Spritze zu sammeln. Am ersten Tag wurden auf dem Gelände an der Reithalle die Zelte aufgeschlagen. Gut 300 Jugendliche waren bei der Jubiläumsauflage dabei. Beim Spiel ohne Grenzen wetteiferten 25 Mannschaften um den Siegerpokal, den sich letztlich das Jävenitzer Team sicherte.

Am Freitag legten einige Jugendliche die Prüfung für die Jugendflamme Stufe II ab. Ein Nachweis über das feuerwehrtechnische Wissen und die sportliche Fitness, so Mattheis. Für Stimmung sorgte auch ein Tauziehen am Freitagabend in einer etwas anderen Form. Gezogen werden musste nämlich ein Löschfahrzeug, immerhin fast fünf Tonnen schwer. Eine Nachtwanderung und ein Bühnenabend mit Mannschaftsspielen gehörten zudem zum Programm. Am Sonnabendnachmittag statteten noch die Bürgermeister von Klötze, Gardelegen und Kalbe beziehungsweise deren Vertreter den Jugendlichen einen Besuch ab. Zur Jubiläumsauflage spendierten sie für alle Feuerwehrwettkämpfer ein Eis.

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Neu in diesem Jahr: Die Betreuer der Mannschaften waren diesmal auch selbst gefordert und mussten ein Quiz mit Fragen aus 25 Jahren Zeltlager beantworten. Für den Jävenitzer Feuerwehrchef und Jugendwart Sven Kozisnik war das sicherlich ein Heimspiel, denn er ist seit 20 Jahren mit dabei. Natürlich auch beim 25. Zeltlager. Da spielte der 36. Geburtstag Kozisniks am Sonnabend eine etwas untergeordnete Rolle. Zu den Männern der ersten Stunde gehören Ulf Kamith, Claas Schulze und Ingo Kaufhold, einst Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes. Er war natürlich auch bei der 25. Auflage mit vor Ort.