Kalbe. Er ist in der Metallbaubranche tätig. Doch seine Passion ist das Schreiben. Fünf Jahre lang, sagt Tino Fellenberg (23) aus Gardelegen, sei es regelrecht aus ihm herausgebrochen. „Uraltes Wissen wollte aus mir heraus.“ Auf rund 700 Seiten. Und so ist sein erstes Buch „Das Jardonische Werk“ auch nur ein klitzekleiner Auszug dieses Selbstfindungstripps, auf dessen Weg Sätze wie „Die Liebe ist das Herz der Ewigkeit“ Licht spenden, auch wenn es ansonsten recht düster zugeht.

Fellenberg stellt das Buch am Mittwochabend im Kalbenser Café „Friedenseck“ vor. Und er ist nicht der einzige junge Autor aus der Region, der dort einen Auftritt hat. Aber er ist laut Künstlerstadt-Initiatorin Corinna Köbele derjenige, der die ganze Sache mit einer entsprechenden Nachfrage ins Rollen gebracht hat. Denn immer wieder sucht der junge Mann Möglichkeiten, sich und sein Werk zu promoten.

Die Lesung stellt den Auftakt zur neuen Reihe „Literaturlabor“ dar, in deren Rahmen es am kommenden Sonnabend, 5. November, eine Schreibwerkstatt für Jugendliche und eine Woche später, 12. November, dann auch eine für Kinder im Jugendfreizeitzentrum „Kroko“ geben soll. An einer solchen Werkstatt hatte vor einiger Zeit auch Thea Grothe aus Miesterhorst teilgenommen. Und auch die 19-jährige Lehramtsstudentin nutzt nun am Mittwochabend die Gelegenheit, das Publikum mit zwei selbstverfassten Kurzgeschichten aus dem Fantasy-Bereich zu fesseln.

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Jüngste im Bunde ist allerdings die 13-jährige Gymnasiastin Annalotta Grosche aus Jeggau, die ihr Erstlingswerk „Eine Hochzeit im Himmel“ vorträgt.

Ihr und den beiden anderen Jungautoren bescheinigt Corinna Köbele, dass sie „Mut haben, sich nach vorn zu trauen“. Ihr Auftritt zeige zudem, dass es auch in der hiesigen Gegend junge Menschen gebe, die sich mit dem Schreiben befassen würden. Ihnen soll schon bald eine weitere Plattform in Form einer Lesung geboten werden.