Gardelegen l Auch Kabarettisten hatten in den zurückliegenden Monaten schwierige Zeiten. Das machte Frank Hengstmann am Freitagabend in Gardelegen deutlich. Zusammen mit seinen Söhnen Tobias und Sebastian war der Senior im Schützenhaus „der wohl schönsten Kulturstädte Sachsen-Anhalts“, wie er freundlich zu verstehen gab, zu Gast.

„Wir hatten wirklich viele Monate Pause. Nehmen Sie es uns also nicht übel, wenn vielleicht doch mal ein Texthänger dazwischenkommt“, bat Frank Hengstmann, der schon in seiner Jugend auf der Bühne des Schützenhauses stand, um dort in einer „Hauptrolle“ im Stück „Tom Sawyer“ mitzuwirken. Das erzählte er zumindest den Gästen, die sich von den Hengstmännern sehr gut unterhalten fühlten.

Von Beginn an verstanden es der Senior und seine Söhne, das Publikum abzuholen und mit auf eine kleine „ProPapaGanda“-Tour zu nehmen – wie auch ihr aktuelles Bühnenprogramm heißt.

Doch worum ging es im zehnten Programm der Hengstmann-Brüder und ihrem Vater? Frank Hengstmann wollte in diesem Kabarettprogramm seinen Söhnen Tobias und Sebastian erklären, dass auch er mit Propaganda aufgewachsen und trotzdem immer noch bei Trost sei: Jedenfalls teilweise, also ab und an, vielleicht doch nur selten, wie seine Söhne während des Auftritts feststellen mussten und ihn auch mit einigen deftigen Sprüchen spüren ließen. Frank Hengstmann nahm das jedoch professionell gelassen.