Kalbe l Die Milde-Brücke an der Auffahrt zur Kalbenser Ostpromenade ist nach wie vor befahrbar. Und das, obwohl sie doch wegen ihres schlechten Zustandes schon 2018 für mehrspurige Fahrzeuge gesperrt werden sollte.

„Aber die Anlieger sorgen sich um die Erreichbarkeit ihrer Grundstücke“, erklärte dazu Bürgermeister Karsten Ruth. Er und zuständige Verwaltungsmitarbeiter hatten im Vorfeld mit den Anwohnern gesprochen. Demnach soll die Brücke nun erst gesperrt werden, wenn die Ostpromenade so ertüchtigt worden ist, dass sie problemlos befahren werden kann, auch mit schweren Fahrzeugen. Denn es gibt dort gleich mehrere Betriebsstätten. Die Stadt will die Strecke mithilfe einer sogenannten Oberflächenbehandlung befestigen lassen und dafür Fördermittel aus dem Dorferneuerungsprogramm nutzen. So ist es auch mit den zuständigen Ausschüssen besprochen worden.

Oberflächenbehandlung

Im vorderen Abschnitt der Ostpromenade, der von der Straße der Jugend bis zum Freibad reicht, sind mit dieser Art der Befestigung sehr gute Erfahrungen gemacht worden. Im vergangenen Jahr hatte es nämlich auch dort eine Oberflächenbehandlung gegeben. Hinter dem Freibad in Richtung Gardelegener Tor gleicht die Ostpromenade jedoch nach wie vor einer Mondlandschaft. Genau deshalb ist sie in diesem Bereich via Schranke für den Verkehr gesperrt. Lediglich die Fahrer einspuriger Fahrzeuge, also Rad- und Kradfahrer, sowie Fußgänger können dort passieren. Im Bedarfsfall auch Rettungskräfte. Denn die Schranke ist mit einem Schloss versehen.

Alle anderen Fahrzeugführer, also auch die Anlieger, können die Ostpromenade nur über die Brücke am Gardelegener Tor erreichen. Sollten die Mittel aus der Dorferneuerung bewilligt werden – 60.000 Euro soll die Oberflächenbehandlung insgesamt kosten –, wird die Brücke mit unverrückbaren Pollern gesperrt.