Vietzen l Iris Hoyer trägt seit kurzem den Orden der Osterburger Carnevalsgesellschaft. Weil sich die Vietzenerin immer um den Kartenvorverkauf kümmert, wenn die Narren aus der Biese-Stadt im Anmarsch sind, hat sie sich nach deren Ansicht die Auszeichnung absolut verdient.

Verdient gemacht hat sich allerdings auch die Carnevalsgesellschaft selbst. Und zwar um die gute Laune in dem kleinen Altmarkdorf nahe Kalbe. Dessen Vereinshaus geriet am Sonnabend zur Jeckenhochburg. Nicht nur die Osterburger Gäste waren kostümiert erschienen, sondern auch sämtliche Besucher. Vom Highlander bis zur griechischen Göttin war alles Mögliche vertreten.

Nicht wenige erschienen allerdings mit Blumen im Haar, kunterbunten Hemden und sogar Baströcken. Denn das Motto lautete diesmal Karibik. „Und wir haben unsere Urlaubskoffer für Euch gepackt“, meinte Präsident Thorsten Schulz augenzwinkernd und mit lautem „Vietzen allemoal“. Gemeinsam mit Meike Petzholz führte er auch durchs Programm.

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Singen und Schunkeln

Und das zündete vor allem dann, wenn mitgesungen und mitgeschunkelt werden konnte. Der Knabenchor der Carnevalsgesellschaft legte ordentlich vor. Und das Publikum stieg lauthals mit ein. Mitreißend waren aber auch die Darbietungen der Biesemäuschen und der etwas älteren Discospatzen. Bei diesen Gruppen handelt es sich um junge Tänzerinnen. Sie zeigten ausgeklügelte Choreographien in schillernden Kostümen.

Schillernd war allerdings auch die Optik von Dr. Christoph Pflug. Gleich mehrfach stieg „das Urgestein der Osterburger Carnevalsgesellschaft“, wie er vom Präsidenten tituliert wurde, in die Bütt. Und wehe, das Publikum zeigte sich nicht aufmerksam. Dann wurde es von den strengen Blicken der mitgebrachten Saalpolizei sogleich ermahnt.

Dass vor und hinter den Kulissen fast genauso viele Karnevalsprotagonisten mitwirkten wie sich Besucher im Saal befanden, tat der Stimmung keinen Abbruch. Die Platzkapazität im Vietzener Vereinshaus ist nun einmal begrenzt.