Gardelegen l Hui, so fühlt sich also der Heilige Geist an. Genau wie der kühle Wind, den Corinna Warmut den Kindern aus der Kita Arche Noah mit einem Pappfächer zuwedelte – unsichtbar, aber ausgesprochen kräftig und deutlich spürbar. Die Jungen und Mädchen erfuhren, wie es damals war, beim ersten Pfingstfest: Jesus gekreuzigt, die Jünger mutlos, im Haus eine einzelne Kerze, umgeben vom schwarzen Tuch der Trauer.

Dann ist er plötzlich da, der Heilige Geist, er weht ihnen ins Gesicht, und die Kinder singen: „Komm, Heil‘ger Geist, mit deiner Kraft, die uns verbindet und Leben schafft.“ Ob die Jungen und Mädchen aus der Krokodil-, der Schmetterlings-, Vogel-, Schildkröten- oder Käfergruppe dann wirklich alle Sprachen sprechen konnten, wie die Bibel erzählt? Sogar Chinesisch und Russisch? Jedenfalls legten sie Tücher in Feuerfarben aus, um zu zeigen, wie sie der Geist entflammt hatte. Nun kann es Pfingsten werden.