Gardelegen l Mit Kaffee, Kuchen und Schnittchen, vorbereitet von Eltern und ehemaligen Erzieherkolleginnen, begrüßte das Team um Kita-Leiterin Petra Giggel gestern interessierte Besucher in der Krümelkiste. Sie konnten sich anschauen, wie sich die integrative Kindertagesstätte nach den umfangreichen Sanierungsmaßnahmen neu zeigt. „Die Sanierung wurde ja öffentlich diskutiert. Mit unserem Tag der offenen Tür möchten wir deshalb jedem die Gelegenheit geben, sich in unserer Einrichtung umzuschauen. Darum haben wir auch von 9 bis 18 Uhr eingeladen“, berichtete die Kita-Chefin.

Komplette Decke neu eingezogen

Und das Angebot wurde gut angenommen. Punkt 9 Uhr standen die ersten Interessenten vor der Tür, darunter auch ehemalige Kollegen und Großeltern der Kita-Kinder. Sie sahen sich in den Räumen um und blätterten im Fotoalbum, in dem die Bauarbeiten dokumentiert sind. „Beeindruckend war für uns, als die komplette Decke neu eingezogen werden musste und das gesamte Gebäude komplett ohne Dach da stand“, erzählte Giggel und zeigte ein Bild, auf dem der lange Flur des Gebäudes unter freiem Himmel zu sehen ist.

Begeistert vom modernisierten Gebäude war auch Bettina Timme. Von 1976 bis 1980 war sie selbst Erzieherin in dieser Einrichtung. „Das war damals meine erste Arbeitsstelle in Gardelegen, und ich war froh, in einer so modernen Einrichtung arbeiten zu dürfen“, erinnerte sie sich. Heute, knapp 40 Jahre später, ist die Krümelkiste wieder modernisiert. „Toll ist die Schalldämmung im Gebäude, die Raumaufteilung ist die gleiche geblieben“, sagte sie. Und das sei auch sinnvoll. „Man tritt aus dem Raum und hat gleich die ganze Einrichtung im Blick“, erläuterte Erzieherin Laura Cyris diesen Vorteil.

Bilder

Kita fast ausgelastet

Bis auf die Sanitäranlagen, die bereits saniert waren, wurde in den zurückliegenden Monaten die gesamte Einrichtung erneuert. Ursprünglich sollte das Dach saniert werden, dabei wurde aber festgestellt, dass ein maschinengeschäumter Dämmstoff im Dachbereich verwendet wurde. Diese Schaummasse war teilweise zerbröselt, so dass beim Abriss Staub entstand, der gesundheitsschädlich ist. Die Kinder zogen in Ausweichquartiere um, die Zweijährigen besuchten die Einrichtung Sonnenschein, die Älteren waren in dem Räumen des Reutter-Hortes untergebracht. „So schön es dort auch war, freuten wir uns, als wir in unsere Kita zurück durften“, berichtete Giggel.

Von April bis September wurden die Kinder in den Ausweichquartieren betreut. Am 18. September konnte der Betrieb in der Krümelkiste schließlich wieder aufgenommen werden. Bereits im Vorfeld haben Erzieherinnen und ehemalige Kollegen die Schränke mit Spielen und Bastelmaterialien wieder aufgefüllt, sortiert und entstaubt. Für diesen freiwilligen Einsatz überbrachten die Elternvertreter dem Erzieherteam gestern einen Präsentkorb als Dankeschön. In der integrativen Kindertagesstätte werden derzeit 80 Kinder im Alter zwischen zwei und sechs Jahren betreut. „Damit sind wir fast ausgelastet“, erklärte Giggel. Kapazität hat die Einrichtung für neun integrative Kita-Plätze.