Gardelegen l „Wir haben schon zu unserer Hochzeit hier Mittag gegessen“, erinnerten sich Uwe und Heidrun Hille. Und nicht allein deshalb kamen sie am Sonnabend während der Kneipennacht wieder ins Deutsche Haus. Die Inhaber Roland und Sandy Plötz haben das Gebäude, „damals das erste Haus am Platze“, so Roland Plötz, wieder für Feierlichkeiten hergerichtet und geöffnet. Künftig können dort auch Privatfeiern stattfinden, wie die Eigentümer erklärten. Am Sonnabend spielte Jens Stöter dort Coversongs und eigene Lieder.

Für Besucher wurde auch die Tormühle wieder geöffnet. „Es ist schade, dass dieses Haus mit diesem tollen Ambiente keinen laufenden Kneipenbetrieb mehr hat“, sagte Bernd Wutke aus Berlin. Gemeinsam mit Freunden aus Wernigerode, Engersen und Gardelegen war er von Lokal zu Lokal unterwegs. Er lobte, dass Pianoman Klaus Porath, der in der Tormühle am Klavier Lieder von Marius Müller-Westernhagen, Udo Jürgens aber auch Country-Klassiker wie „Country Roads“ sang, schon vor der Zeit zu spielen begann, als sich das Lokal füllte.

Leute treffen, Musik hören, feiern

Und die Stimmung war gut. Nicht nur in der Tormühle, wo die Leute nicht auf ihren Plätzen sitzen blieben, sondern auch tanzten. „Das tolle an den Kneipennächten ist die Livemusik, die Abwechslung und dass man überhaupt einmal rausgeht. Und man trifft Leute, die man schon lange nicht mehr gesehen hat“, schilderte Monique Behrens. Und so war es in den Gaststätten ein Kommen und Gehen, oft verbunden mit einem großen Hallo, wenn sich Bekannte zufällig trafen. Die Leute feierten, tranken, lachten, tanzten, sangen zu den Songs mit und redeten einfach miteinander. Die diesjährige Kneipennacht, organisiert von Hagen Pohlan und Ulf Ulrich, war wieder ein Fest. „Ein Busshuttle für die Gäste aus den Dörfern wäre allerdings nicht schlecht“, meinte Behrens.