Gardelegen l Keine Schulschließungen, Anerkennung des Ehrenamtes, eine bessere Pflege der Kriegsgräberstätten, keine Förderung von linksextremen Strukturen, Abschaffung der Straßenausbaubeiträge und mehr Sicherheit für die Bürger – das sind einige Kurzdaten aus dem vorläufigen Wahlprogramm des AfD-Kreisverbandes Altmark West. „Nicht nur zuhören, was die Menschen bewegt, sondern auch danach handeln“, sei ein Motto, betonte Kreisverbandsvorsitzender Sebastian Koch. „Denn zugehört und rumgefragt wird jedes Mal vor einer wichtigen Wahl.“ Danach aber werde meistens entgegen dem Bürgerwillen gehandelt. „Das möchten wir ändern“, stellte Koch klar. Über dem Reichstag, Sitz des höchsten deutschen politischen Gremiums, stehe geschrieben: „Dem deutschen Volke“. „Und genauso möchten wir uns auch in unserer Altmark für unsere Heimat einsetzen“, so Koch.

In den vergangenen Wochen fanden die parteiinternen Nominierungsversammlungen für die Kommunalwahlen statt. Am Ende seien aus den Reihen des knapp 60 Mitglieder starken AfD-Kreisverbandes 28 Listenkandidaten für 47 Listenplätze gewählt worden.

Kandidaten zwischen 22 und 74 Jahren alt

„Wenn man bedenkt, wie jung unser Kreisverband im Gegensatz zu anderen Verbänden ist, empfinde ich das als eine beachtliche Anteilnahme an der kommenden Kommunalwahl seitens der Alternative für Deutschland“, sagte Koch.

Das Alter der Kandidaten liege zwischen 22 und 74 Jahren. Zu den Bewerbern gehörten selbstständige Unternehmer, Rentner, Handwerker, Akademiker, Sportler und Ehrenamtliche. 13 Frauen und Männer bewerben sich über die AfD-Liste für ein Stadtratsmandat und insgesamt acht für ein Kreistagsmandat in den Wahlbereichen 3 und 4 (s. Info-Kasten).

Einsatz für Feuerwehr und Tierheim

Der Wahlkampf werde für den Kreisverband keine große Umstellung bedeuten, „da wir uns in einem ständigen Bürgerauftrag befinden, dem wir durch monatliche Stammtische und Stände auch außerhalb einer Wahl nachgehen“, betonte Koch.

Ausgearbeitet sei auch schon ein vorläufiges Wahlprogramm, das unter dem Motto „Wir für unsere Altmark“ steht. Grundschulschließungen im ländlichen Raum seien nicht weiter hinnehmbar. Das Ehrenamt, sei es auch noch so klein, müsse mit allen Mitteln, die eine Kommune zur Verfügung habe, unterstützt werden. „Besonders wichtig sind uns dabei die Feuerwehren und das Tierheim der Stadt Gardelegen“, zählte Koch auf. Die AfD setze sich für eine bessere Pflege der Kriegsgräberstätten ein. Eine Förderung linksextremer Strukturen lehne die Partei ab. „Vereine und Organisationen, die die linksextreme Szene fördern, dürfen nicht mit städtischen Mitteln unterstützt werden“, heißt es im vorläufigen Wahlprogramm.

Abschaffung der Straßenausbaubeiträge

Die Straßenausbaubeiträge müssten abgeschafft werden. „Die Bürger zahlen genug Steuern und haben daher ein Anrecht darauf, nicht doppelt finanziell belastet zu werden“, so Koch.

Zudem sollen Anwohner an hochfrequentierten Straßen wie die B 71 und die B 188 entlastet werden. Da allerdings mit Umgehungsstraßen in naher Zukunft nicht zu rechnen sei, bedürfe es hier eines schnellen Handelns der Stadt, um präventiv zu wirken, etwa „mit Verkehrsinseln und elektronischen Geschwindigkeitshinweisschildern“. Zudem setze sich die AfD für eine Stärkung der polizeilichen Strukturen auf dem Land ein.