Kalbe l Mit Einzug der Corona-Pandemie wurden in den Median Kliniken weniger Patienten aufgenommen. So auch in Kalbe. So wurden Patienten, die aus dem Krankenhaus entlassen wurden und eine Anschlussheilbehandlung benötigten, weiterhin in der Reha-Einrichtung behandelt. Nicht aufgenommen wurden Menschen, die aus Risikogebieten kommen oder aber die nicht zwingend eine Behandlung brauchten. Daraus resultierte, dass in der Klinik Kurzarbeit beantragt wurde. Mit Ende dieses Monats könne diese aufgehoben werden.

„Die Beendigung der Kurzarbeit wird zu Ende September anvisiert, da die Belegung aktuell steigt“, begründete Magdalena Nitz, Leiterin im Bereich Marketing und Kommunikation der Median Kliniken, auf Anfrage. Ursprünglich wurde die Kurzarbeit bis Juli für den gesamten Betrieb beantragt. Und dann „als Verlängerung vom August bis zum Jahresende.“ Durch diese Verlängerung sei Kurzarbeit bei Bedarf bis Jahresende möglich. „Selbstverständlich wird bei anhaltend guter Belegung die Kurzarbeit nicht fortgeführt.“

Coronabedingte Schwankungen

Während der zurückliegenden Monate erfolgte der Einsatz der Mitarbeiter unter Berücksichtigung der jeweiligen Belegung. Ärzte waren beispielsweise ebenso betroffen wie Therapeuten. Aber bedeutet Kurzarbeit auch, dass dies zu Lasten der Patienten gehe, dass weniger Therapien und Anwendungen angeboten werden können?

„Kurzarbeit geht in erster Linie zu Lasten der Mitarbeiter und nicht der Patienten“, äußerte Jana Weinhold, Kaufmännische Leiterin der Median Klinik Kalbe. Sie fügte hinzu: „Unsere Patientenversorgung war unter höchster Motivation meiner Mitarbeiter wie immer qualitativ hochwertig. Patienten haben sich bei ihren Meinungsäußerungen immer für das freundliche und motivierte Personal bedankt.“ Neben dem regulären Reha-Betrieb wird seit Monaten ein Hygienekonzept umgesetzt. So wird jeder Patient sowie Mitarbeiter, die aus dem Urlaub kommen, getestet. Nach wie vor gilt das Besuchsverbot.

Voll ausgelastet ist die Einrichtung noch immer nicht. Die Belegung liege derzeit bei 75 bis 80 Prozent „immer noch mit coronabedingten Schwankungen, was bei der Indikation ‚Onkologie‘ auch normal ist“, so Weinhold. Diese Patienten sind zum Teil durch Chemo-/Immuntherapien immunsupprimiert. Sie befürchten Ansteckung.