Sommerfest

Landsenioren Altmark-West treffen sich in „Feine Sache“

Von Conny Kaiser
Bei Blasmusikklängen und Schlagern ließen sich die Landsenioren nicht lange bitten.  Scheres Lustige Straßenmusikanten, bei denen Scheres Tochter Heike Thiel und ihr Sohn Fabian Eggert (beide hinten) für den Gesang zuständig sind, sorgten für die richtige Unterhaltung.
Bei Blasmusikklängen und Schlagern ließen sich die Landsenioren nicht lange bitten. Scheres Lustige Straßenmusikanten, bei denen Scheres Tochter Heike Thiel und ihr Sohn Fabian Eggert (beide hinten) für den Gesang zuständig sind, sorgten für die richtige Unterhaltung. Foto: Conny Kaiser

Jeggeleben - Was ist der meistgehörte Satz, wenn sich die Landsenioren Altmark-West treffen? Klare Antwort ihres Vereinsvorsitzenden Walter Theuerkauf: „Weißt Du noch ...?“ Das war auch am Sonnabendvormittag nicht anders. Da nämlich kamen rund 100 Vereinsmitglieder zu ihrem jährlichen Sommerfest in der Ausflugsgaststätte „Feine Sache“ bei Jeggeleben zusammen. Und wie immer waren auch Scheres Lustige Straßenmusikanten dabei.

Für sie war es diesmal allerdings ein besonderer Auftritt. Denn seit fast einem Jahr müssen sie nun schon ohne ihren Gründervater Gerald „Schere“ Eggert auskommen. Es war am Sonnabend erst das zweite öffentliche Gastspiel seit dem schweren Verlust im zurückliegenden September. Die Corona-Krise, sagte Scheres Tochter Heike Thiel am Rande der Veranstaltung, habe dem Ensemble insofern in die Hände gespielt, als dass es dadurch Luft bekommen habe, sich neu zu sammeln. „Mein Vater war ja der Motor“, so die Musikerin, die am Anfang durchaus Schwierigkeiten hatte, wieder das Gesangsmikrofon in die Hand zu nehmen, wie sie nun erzählte.

Es kann weitergehen

Doch dank der Unterstützung der anderen Musikanten, zu denen auch Thiels Sohn Fabian Eggert gehört, „kann jetzt alles weitergehen wie bisher“, so die Wittingerin, die auch die Management-Fäden in den Händen hält. Das Schlagzeug von Schere hat übrigens Mirko Kummert übernommen. Er teilt mit seinem Vorgänger nicht nur die Leidenschaft fürs gleiche Instrument, sondern auch die Tatsache, einen besonderen Spitznamen zu haben. Kummert, ein Bär von einem jungen Mann, wird von allen liebevoll Erna genannt. Und nicht nur er selbst findet’s spaßig.

Spaß hatten am Sonnabendvormittag auch die Landsenioren, die aus unterschiedlichen Teilen der westlichen Altmark nach „Feine Sache“ angereist waren, um dort ein paar schöne Stunden miteinander zu verleben. Genau das, so der Vorsitzende Theuerkauf, sei das Hauptanliegen des Vereins, der in den 1990er Jahren ins Leben gerufen worden ist. Seit mehr als 20 Jahren gibt es nun schon das jährliche Sommerfest. Und sogar im vergangenen Jahr, als Corona vielen Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, war es den Landsenioren gelungen, zu ihrem traditionellen Fest zusammenzukommen. „Es findet ja immer am letzten Juli-Wochenende statt.“ Da habe es im Sommer 2020 genau in dieser Zeit eine Verschnaufpause in Sachen Pandemie gegeben, die dann auch genutzt worden sei, so Walter Theuerkauf.

Gemeinschaftsgefühl im Fokus

Wenn sie nicht gerade feiern und tanzen, treffen sich die Landsenioren, bei denen es sich – der Name verrät es – um ältere Herrschaften aus dem ländlichen Raum handelt, auch gern zu Ausfahrten oder zu Fachvorträgen. „Wichtig ist das Gemeinschaftsgefühl“, so ihr Vorsitzender – und dass an Traditionen wie dem Sommerfest festgehalten werden könne. Und natürlich stehe der Verein für weitere Mitglieder offen.