Landwirtschaft

Legehennenanlage in Altmersleben ist genehmigt

Der Altmarkkreis Salzwedel hat die Genehmigung für die Errichtung einer Legehennenanlage für 20000 Tiere nahe Altmersleben genehmigt.

Von Doreen Schulze
Die Errichtung einer Anlage für Legehennen bei Altmersleben wurde genehmigt.
Die Errichtung einer Anlage für Legehennen bei Altmersleben wurde genehmigt. Foto: picture alliance / Felix Kästle/dpa

Altmersleben - Frische Eier aus einer Legehennenanlage in der Region könnten bald auf den Frühstückstischen der Bewohner rund um Kalbe landen. Zumindest ist die Errichtung und der Betrieb einer Anlage für 20 000 Legehennen bei Altmersleben genehmigt worden. Dies macht der Altmarkkreis Salzwedel, der dafür grünes Licht gegeben hat, nun bekannt. Das Genehmigungsverfahren erfolgte unter immissionsschutzrechtlichen, baurechtlichen und naturschutzrechtlichen Aspekten. Die Anlage soll auf einer Nutzungsfläche von insgesamt zehn Hektar entstehen.

Der Genehmigungsbescheid liegt ab sofort bis einschließlich Mittwoch, 14. Juli, im Umweltamt des Altmarkkreises Salzwedel (Haus II) aus. Er ist zu den Öffnungszeiten der Behörde einzusehen (siehe Info-Kasten). Innerhalb eines Monats nach Auslegungsfrist könne gegen diesen Bescheid Widerspruch erhoben werden, teilt der Altmarkkreis dazu mit.

Zweites Standbein

Die Legehennenanlage will Jörg Otte errichten. Der Landwirt aus Altmersleben möchte mit dieser neben der Feldwirtschaft, die er bisher betreibt, ein zweites Standbein aufbauen. Auf der Fläche würden jeder Henne vier Quadratmeter zur Verfügung stehen, wie Otte bereits während der Sitzungen des Ortschaftsrates Altmersleben und der städtischen Gremien geschildert hatte. Die Hennen könnten sich dabei frei im Stall sowie im Auslauf, im Versorgungsbereich und in einer Voliere bewegen. Die gesamte Auslauffläche solle begrünt werden. Außerdem sollen Schutzhütten aufgestellt sowie Obstbäume gepflanzt werden, um den Hühnern Zuflucht vor Greifvögeln und Sonne zu gewähren. Otte möchte Standards umsetzen, die Tierwohl, Regionalität und Nachhaltigkeit vorweisen. Die Standards seien angelehnt an die Bioentwicklung und könnten jederzeit zur Haltung nach Bio-Kriterien umgewandelt werden.

Futter selbst anbauen

Geplant ist das Aufstellen von drei Futtersilos. 50 Prozent des Futters möchte der Betreiber selbst anbauen. Außerdem soll eine bepflanzte Zaunanlage als Sicht- und Staubschutz für den Ort entstehen.

Grünes Licht für dieses Vorhaben hatte es zuvor bereits vom Kalbenser Stadtrat gegeben. Auch wenn das Genehmigungsverfahren dem Altmarkkreis oblag, hatte es beim Stadtrat in der zweiten Jahreshälfte 2020 zu diesem Vorhaben eine Abstimmung gegeben. Mit 13 Ja-Stimmen und drei Enthaltungen hatte sich das Gremium im Zuge einer Stellungnahme zum gemeindlichen Einvernehmen für die Errichtung der Anlage ausgesprochen.