Letzlingen l Im Letzlinger Hort ist es eng. Denn von den 92 Mädchen und Jungen, die in der Grundschule im Heidedorf unterrichtet werden, besuchen 80 am Nachmittag den benachbarten Schulhort. Damit ist dieser nicht nur komplett ausgelastet, sondern eigentlich überbelegt. Es wurde eine Ausnahmegenehmigung bis Ende 2020 beantragt, die auch genehmigt wurde, erklärte dazu Christoph Lindecke von der Gardelegener Stadtverwaltung. Mittlerweile wurde auch eine Lösung für das Raumproblem gefunden, das dem Letzlinger Ortschaftsrat während seiner jüngsten Sitzung vorgestellt wurde. Der Jugendklub, der sich in einem Raum im Schulflachbau an der Colbitzer Straße befindet, zieht um, und zwar in das Holzhaus am Sportplatz. Denn dieses stand seit dem Umbau und der Sanierung des Vereinsheimes des SV Heide Letzlingen mit großem Versammlungsraum und modernen Sanitäranlagen leer.

Umzug des Jugendklubs

Wie Lindecke sagte, waren nur kleinere Renovierungsarbeiten notwendig, um das Holzhaus künftig als Jugendklub nutzen zu können. An der Heizung und Elektroanlage waren einige Arbeiten notwendig. Tischler und Maler waren im Einsatz. Zum Ende dieses Monats soll der Umzug erfolgen. Damit stehe der Umnutzung des ehemaligen Jugendklubs für den Hort dann nichts mehr im Wege. Hier musste wieder ein Zugang zum Schulhof geschaffen werden, den es früher schon einmal gab. Nach Abbau der kleinen Bar in diesem Raum und entsprechenden Renovierungsarbeiten kann er dann für den Hort und ab dem kommenden Frühjahr auch von der Grundschule genutzt werden.

Dann müssen die Grundschüler nämlich aus dem alten Schulgebäude ausziehen, da dort umfangreiche Arbeiten vorgesehen sind, um die Infrastruktur des Gebäudes zu sanieren und zu verbessern, erklärte Ottmar Wiesel auf Nachfrage der Volksstimme. Dazu gehören laut des Leiters des Fachbereiches Baudienstleistungen in erster Linie die Erfüllung von Brandschutzforderungen. Das Treppenhaus müsse gegen Feuer und Rauch abgeschottet und die Flucht- und Rettungswege optimiert werden. Es erfolge der Einbau von größeren Verbindungstüren zwischen zwei Klassenräumen, die komplette Erneuerung der Heizkörper und Heizungsleitungen sowie der Waschtische und Wasserleitungen in den Klassenräumen. Auch die Elektroanlage werde erneuert.

Bilder

Beschulung unter anderem im Hort

Dazu komme die Überarbeitung der Hausalarmanlage und der Notbeleuchtungsanlage. Es schließen sich Malerarbeiten in allen Räumen und Fluren an. Zur Gesamtmaßnahme gehöre auch der Einbau einer Prallwand in der Sporthalle. Die Arbeiten werden laut Ottmar Wiesel voraussichtlich ein halbes Jahr dauern, was für den Schulbetrieb eine Herausforderung sein wird, so Wiesel. Denn die Beschulung der Mädchen und Jungen wird in den Horträumen sowie im ehemaligen Jugendklub, im Werk- und im Speiseraum erfolgen. Baubeginn soll im Frühjahr 2021 sein.

Die Kostenschätzung liegt bei 534.000 Euro. Für die Maßnahme wurden Fördermittel aus der Schulbauförderung gemäß der Richtlinie Schulinfrastruktur beantragt und auch bewilligt. Der Zuwendungsbescheid weise eine Förderung in Höhe von 451.000 Euro aus.