Gardelegen l Was sagen eigentlich die Nachbarn zum Metal Frenzy? Drei Tage Dauerbeschallung vom Festivalgelände oder vom Zeltplatz. Die Volksstimme hat nachgefragt. Direkt am Gelände befinden sich der Gardelegener Tennisverein, das Erlebnisbad Zienau und zwei Einfamilienhäuser.

Der Tennisverein und das Erlebnisbad haben natürlich nichts dagegen. Sie unterstützen das Metal Frenzy sogar gerne. Das Vereinsheim des Tennisclubs dient an dem Wochenende als Rückzugsort für Bands und Crew. Carsten Birner, Vereinsvorsitzender, freut sich jedes Jahr aufs Neue auf die ungewöhnlichen Gäste. Die Vorteile des Erlebnisbades Zienau werden hierbei gerne von den Festival-Gästen genutzt. Egal, ob für eine kurz Abkühlung, die warme Dusche oder den Gang aufs stille Örtchen. Das Erlebnisbad ist für die Veranstaltung Gold wert, sind sich Veranstalter und Gäste einig.

Richtiges Outfit ist Pflicht

Doch was sagen Heiko Jesche und Stephanie Ulrich, die mit ihrer Tochter Lianne direkt nebenan wohnen? Sie sind begeistert. Heiko selber ist am Samstagnachmittag schon wieder auf dem Festivalgelände unterwegs. Die Tickets dafür gab es vom Veranstalter natürlich als Aufwandsentschädigung. Auch Stephanie geht mit ihrer Tochter später wieder auf den Campingplatz und besucht dort Freunde. Aber dafür muss erst noch das richtige Outfit angezogen werden.

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Das Einhornkostüm ist Pflicht. Ein bisschen muss Lianne noch wachsen, bevor sie mit ihrem Papa auf das Festivalgelände darf, um dort vor der Bühne abzurocken. Darauf freut sich die junge Dame jetzt schon sehr. Ein Haus weiter wohnt Manuela Ulrich. Sie ist die Oma von Lianne. Auch sie hat in den Jahren keine schlechten Erfahrungen mit den Metalheads gemacht. Vor ein paar Jahren hat sich mal jemand auf der Suche nach seinem Handy in ihren Vorgarten verirrt. Der junge Mann war aber sehr freundlich und hat sich später noch entschuldigt.