Jeetze l 184 Jahre ist es mittlerweile her, dass die hölzerne Bockwindmühle in Jeetze errichtet worden ist. Logisch, dass der Zahn der Zeit an dem historischen Gebäude nagt und dort immer wieder Reparaturarbeiten erfolgen müssen.

Erst vor wenigen Tagen rückte ein großer Kran an. Denn der Balken unter dem Lagerstein der Windradwelle, die sich bereits in Schieflage befand und sich dadurch nur noch schlecht drehen konnte, war angefault und musste ausgebessert werden. Dazu war es erforderlich, das tonnenschwere Windrad samt Welle um etwa 20 Zentimeter anzuheben. Das Kranunternehmen aus Ballerstedt bei Osterburg stellte sein Gefährt dafür kostenfrei zur Verfügung.

Allerdings zeigte sich bei dieser Maßnahme auch, dass an der Mühle noch mehr im Argen liegt. Wie Wilfried Krüger, der Vorsitzende des örtlichen Mühlenvereins, am Mittwoch berichtete, müssen in den kommenden Tagen noch einmal Arbeiten erfolgen. Die Flügel der Mühle sind neu zu befestigen. Schließlich soll am Pfingstmontag, 21. Mai, alles soweit in Ordnung gebracht sein, dass der Mühlentag auch in Jeetze wieder gefeiert werden kann. Er wird deutschlandweit veranstaltet und hat in diesem Jahr Jubiläum. Es gibt ihn nämlich bereits seit einem Vierteljahrhundert.

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Mühlentag mit Freiluftgottesdienst

Die zusätzlichen Arbeiten an der Jeetezer Bockwindmühle bringen den Mühlenverein, der sich seit mittlerweile 24 Jahren um den Erhalt des historischen Holzgebäudes kümmert, an die Grenzen seiner finanziellen Belastbarkeit. „Aber wir kriegen das hin“, ist der Vorsitzende überzeugt.

Er und seine Mitstreiter hoffen am Pfingstmontag wieder auf viele Besucher. Der Mühlentag beginnt in Jeetze wie immer um 10.30 Uhr mit einem Gottesdienst unter freiem Himmel. Anschließend gibt es Führungen durch die Mühle und viele Angebote fürs leibliche Wohl.