Kalbe/Zethlingen l „Wie, Ihr habt fünf Museen, die Ihr öffnen könnt?“ Diese Frage haben Anne Haase von der Kalbenser Tourist-Information und ihre ehrenamtlichen Mitstreiter in den vergangenen Tagen häufiger gehört, wenn es um die Vorbereitung des Museumstages ging. Der ist Sonntag zum 41. Mal international veranstaltet worden. Und erstmals hat sich auch die Einheitsgemeinde Kalbe daran beteiligt. Sie hielt gleich fünf Einrichtungen, in denen es Ausstellungen beziehungsweise für die Öffentlichkeit interessante Inhalte gibt, geöffnet.

Langobarden zogen Besucher an

Die Besucher strömten zwar noch nicht in Massen, aber sie kamen. Als besonderer Anziehungspunkt erwies sich dabei einmal mehr die Langobardenwerkstatt Zethlingen, die zu den kreislichen Museen gehört, deren Betreuung aber durch die Ehrenamtlichen des Fördervereins sichergestellt wird.

Und Ehrenamtliche waren es auch, die in Kalbe selbst die Einrichtungen geöffnet hielten. Dazu gehörte das Schulmuseum, in dem die Vorsitzende des Schulfördervereins und ehemalige Lehrerin und Rektorin Gisela Horst am Vormittag auch einige ehemalige Schüler begrüßen konnte. Zusammengetragen worden ist der Inhalt dieses Museums aber einst von der inzwischen pensionierten Pädagogin Renate Pauls. Und die wiederum begrüßte am Nachmittag die Besucher im Feuerwehrmuseum auf dem Hof des Gerätehauses. Auch dessen Ausstellung, deren wertvollstes Stück die Gründungsurkunde der Feuerwehr von 1889 ist, ist Renate Pauls zu verdanken.

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Die Ausstellung im Burg- und Heimatmuseum „Altes Wachhaus“ fußt hingegen maßgeblich auf der Zuarbeit von Heimatforscher Hennig Krüger. Und auch der gehörte am Sonntag neben weiteren Helfern zu den Ehrenamtlichen, die dort die Besucher durch die Räume geleiteten – und die ihnen den Aufstieg auf den nahen Hausmannsturm ermöglichten, der dank des tollen Wetters eine grandiose Sicht auf die Milde-Stadt bot. Ein Angebot, das zahlreiche Interessenten nutzten.

Besucher wurden aber auch in der evangelischen Kirche willkommen geheißen, die neben historischem Interieur auch eine Ausstellung zum Leben und Wirken des Luther-Schülers und ehemaligen Kalbenser Pfarrers Elias Hoffmann beinhaltet, welche ebenfalls Henning Krüger gestaltet hat. Die Tür des Gotteshauses hielten Mitglieder des Kultur- und Heimatvereins und des Gemeindekirchenrates geöffnet.

Vielleicht, so äußerten einige Besucher, die vor Ort mehrere Museen aufsuchten, könnten die Öffnungszeiten beim nächsten Mal einheitlicher gestaltet werden. Ansonsten wurde die Aktion sehr gelobt.