Gardelegen l Aufgeregt waren die 16 Schüler der Musikschule Gardelegen, die ihr Können auf dem Cembalo präsentieren wollten. Das Lampenfieber stieg. Während sich der Klaviersaal langsam mit Eltern und Großeltern füllte, nutzten die Kinder und Jugendlichen die verbleibende Zeit, um noch einmal zu üben. Und dann ging es los.

Adam Hoffmann setzte sich als erster der insgesamt 16 Teilnehmer an das Cembalo und spielte unter dem Titel Willkommen einen Gruß. Ihm folgte mit dem Volkslied Dickmadam auf Reisen Jasper Hötling. Marten Damm stimmte ein Volkslied an. Typische Stücke des Barock waren Menuette. Diese wurden von David Goetzki, Sara Goetzki, Alexander Jakobs, Hannah Weber und Anne Sophie Pott gespielt. Eine Polonaise brachte Josef Zierenberg zu Gehör. Mai Do spielte Courante von Georg Philipp Telemann, ihr Bruder Viet Do ließ Bouree von Johann Sebastian Bach erklingen. Weitere Teilnehmer waren Greta Tessmer, Tim Richter, Romy Tessmer, Ferdinand Schulze und Luise Blume.

„Alle Schüler meiner Gruppen wollten sich an diesem Konzert beteiligen“, freute sich Musikschullehrerin Simone Docanova. Die Jüngsten besuchen derzeit die 1. Klasse, die Ältesten die 11.. Die Anfänger studierten kurze, einfache Melodien und Volkslieder ein. Die Älteren trauten sich an barocke Stücke heran, die für das Spiel auf dem Cembalo bestens geeignet sind.

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Jedes Jahr ein Konzert

Das Cembalokonzert war nicht die erste Veranstaltung dieser Art in der Musikschule. Wie Docanova berichtete, werde etwa einmal im Jahr ein solches Konzert angeboten. Während der zurückliegenden Wochen haben die Musikschüler während ihres Klavierunterrichtes auch immer auf dem Cembalo gespielt.

„Wir spielen heute vor allem Barockmusik. Barockmusik ist anspruchsvolle Musik. Sie ist Pflicht bei Prüfungen“, erklärte Docanova. Deshalb sei das Üben dieses Genres auch hervorragend für die Entwicklung eines Schülers. Und da in der Gardeleger Musikschule ein Cembalo steht, konnten die Schüler ihre barocken Werke auch gleich an diesem Instrument einstudieren.

Nach dem rund einstündigen Konzert gab es vom Publikum viel Applaus. Zum Abschluss überreichte Simone Docanova jedem Schüler eine Rose.