Gardelegen l Musikschüler aus dem gesamten Kreisgebiet präsentierten sich am Donnerstagabend beim Weihnachtskonzert im Schützenhaus. Mit dabei waren „Schüler von Arendsee bis Zichtau“, wie Moderatorin Claudia Zille zusammenfasste. Und dass die jungen Musiker viel gelernt hatten, konnten die Zuhörer in diesem vielseitigen und abwechslungsreichen Konzert erleben.

Den Auftakt machte das Gitarrenensemble unter Leitung von Christine Dossin, das die Gäste mit den Liedern „Es ist für uns eine Zeit angekommen“ und „Tochter Zion“ auf die Weihnachtszeit einstimmte. Sehr eindrucksvoll fiel dann das Kammerorchester beim „Leise rieselt der Schnee“ mit ein und spielte anschließend den ersten Satz aus der Sinfonie D-Dur von Johann Christian Bach.

Es folgten Darbietungen einzelner Instrumentalisten. So trugen Mai Do am Cembalo und Anne-Sophie Pott mit der Blockflöte das Rondeau von Michel-Richard Delaloude vor, Viet Do spielte am Klavier das Stück „May Be“ von Yiruma und Carl Franke mit der Blockflöte den ersten und zweiten Satz der Sonata Opus 1, Nummer 4, von Georg Friedrich Händel.

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Mit ihrem Fagottino war Friederika Berlin zu hören. Sie stellte, begleitet von Musiklehrerin Svetlana Jacobs, die „Lazy Dazy“ von Helga Warner Buhlmann vor. Mit „Have a party“ von Daniel Hellbach ging es stimmungsvoll weiter, und der kleine Blockflötenspieler Vincent Dahl erntete viel Gelächter, als er beim Verstellen des Notenständers kurz das Fagott seines Lehrers Nicu Postolache halten musste. Immerhin war das Instrument fast doppelt so groß wie der junge Mann.

Eindrucksvoll dargeboten wurde das Lied „Lasst hier Gesang erschallen“ (Georg Philipp Telemann) von Sängerin Clara Francke, Flötistin Anne-Sophie Rosenau und Miriam Büttner-Mühlenberg am Cembalo.

Der Chor unter Leitung von Claudia Zille sang „Ach bitterer Winter“, „Hör in den Klang der Stille“ und „Lets sing a song of Christmas“, woraufhin noch einmal die Big Band übernahm. Die Musiker spielten Bing Crosbys „White Christmas“ und begleiteten schließlich Sängerin Ricarda Behrtens, die mit „My Heart will go on“ aus dem Film „Titanic“ einen eindrucksvollen Schlusspunkt setzte. Als Zugabe gab es ein „Merry Christmas everyone“, und dann waren die Zuschauer dran. Begleitet von den Musikschülern, sang das Publikum „Stille Nacht“. Um den Text musste sich niemand Sorgen machen, denn die Musikschüler hatten ihn vorausschauend auf den Programmzettel gedruckt. Die Besucher spendeten reichlich Beifall für das rund zweistündige Programm. Und wer etwas mehr als Händeklatschen spenden wollte, durfte gern am Ausgang ein kleines raschelndes Dankeschön in die aufgestellten Geigenkästen werfen.