Gardelegen l Sie berät landwirtschaftliche Betriebe, Kommunen und Behörden zu allen Fragen des Flächenmanagements. Auch das landwirtschaftliche Bauen, Ökoprojekte, die Fördermittelberatung oder das Leadermanagement gehören zu den Aufgaben der Landgesellschaft Sachsen-Anhalt. Deren Außenstelle in Gardelegen betreut alle Partner nördlich der A 2 in Altmark und Jerichower Land. Viele Jahre lang leitete Reinhold Hönl die Außenstelle, betreute federführend die Bauleitplanung und die Umsetzung der Leaderprojekte. Nun gab er am 1. Februar sein Amt samt dem 13-köpfigen Team an Enrico Pieper weiter.

Abschied von einem Dinosaurier

Die Geschäftsführer der Landgesellschaft, Dr. Franziska Kersten und Frank Ribbe, gaben der Staffelstabübergabe gestern mit einem kleinen Empfang vor vielen Landwirten und Partnern der Landgesellschaft einen würdigen Rahmen, auch wenn kein echter Staffelstab im Spiel sei, wie Ribbe schmunzelnd versicherte. Er bedankte sich noch einmal besonders bei Reinhold Hönl. „Mit ihm geht ein Dinosaurier“, verriet er gut gelaunt, „das darf ich sagen, denn er sagt das selbst von sich.“

Immerhin 28 Jahre habe Hönl der Landgesellschaft die Treue gehalten. Zu DDR-Zeiten als Meliorationsbauingenieur tätig sei Hönl 1991 einer der ersten Mitarbeiter gewesen und zunächst ins sprichwörtliche kalte Wasser gesprungen. Mittlerweile gelte er nun aber als Botschafter des ländlichen Raumes. Und der solle er möglichst auch im wohlverdienten Ruhestand bleiben, bat Ribbe den scheidenden Chef der Außenstelle Altmark.

Als solcher gebe er seine Aufgaben indes sehr gern in jüngere Hände, versicherte Hönl. Nach einer dreimonatigen Zusammenarbeit könne er aus vollem Herzen sagen, dass sein Nachfolger Enrico Pieper „genau der Richtige“ für den Posten sei.

Studium und Praxiserfahrung

Ihn stellte schließlich Franziska Kersten den Gästen vor. Und das symbolische Bild von der Stabübergabe gefalle ihr übrigens ausgesprochen gut, versicherte sie. „Auch dabei muss man ja fest zupacken und in die richtige Richtung laufen.“ Enrico Pieper bringe dafür mit Praxiserfahrung, einem Agrarstudium und viel „Bodenhaftung“ genau die richtigen Voraussetzungen mit. Er könne strategisch denken, sei „nah dran an den Leuten“ und werde den Landwirten, kommunalen Partnern und Behörden bei wichtigen Entscheidungen „mit Rat und Tat zur Seite stehen.“