Lindstedt l Welche Weidenarten eigenen sich besonders gut, wann werden die Ruten geschnitten, an welchen Standorten gelingen Weidenflechtzäune, wann und wie werden die Ruten gesteckt, was macht man nach dem Stecken der Ruten? Das sind nur einige von unzähligen Fragen, die den 15 Interessenten, die am Weidenzaun-Workshop auf dem Gutshof in Lindstedt teilnahmen, beantwortet wurden.

15 Interessenten vor Ort

Organisiert wurde dieser vom Förderverein Historische Region Lindstedt um den Vorsitzenden Marcel Heins. Und so konnte er 15 Interessenten, ob Jung oder Alt, auf dem Gutshof in Lindstedt begrüßen. Er selbst beschäftigte sich bereits während seines Landschaftsarchitektur-Studiums mit dem Thema Zäune aus Weiden. Seitdem habe sich Marcel Heins stetig weitergebildet und im vergangenen Jahr den ersten Workshop auf dem Gut angeboten, um sein Wissen weiterzugeben.

So erklärte er den Teilnehmern zu Beginn, welche Regeln es beim Bauen von Zäunen aus Weiden zu beachten gilt und welche Weiden dafür am Besten geeignet sind.

Bilder

Mitarbeiter hatten alles vorbereitet

Im Anschluss durften sich die Männer und Frauen sowie Kinder eine Zaunart aussuchen, die sie gerne erstellen möchten. „Pro Zaun braucht man ungefähr ein bis zwei Stunden. Darin ist noch nicht die Zeit enthalten, die man für das Abschneiden der Weiden benötigt“, erklärte Marcel Heins. Jedoch hatten die Mitarbeiter des Fördervereines bereits für den Workshop alles vorbereitet.

So griffen sich auch gleich Emilia Schöps und Marie Lamprecht zusammen mit ihrer Oma Ingeborg Lamprecht einige der Ruten, um ihren Zaun zu bauen. In einem Rondell hatten die Teilnehmer, die in verschiedenen Gruppen aktiv waren, die Möglichkeit, in einer Parzelle die Ruten in den Boden zu stecken und den Zaun zu fertigen.

Über die fertigen Zäune freuten sich die Teilnehmer am Ende der Veranstaltung sehr.