Braunschweig/Gardelegen l Wie reagieren Menschen, wenn es die Menschheit nicht mehr gibt? Diese Frage treibt Gregor Timme, der unter seinem Pseudonym Greg Walter seit Jahren erfolgreich Phantasie-Bücher schreibt, in seiner neuesten Trilogie, den Bestien-Chroniken I bis III, um. Tödliche Bestien haben die Macht in der antiken Welt übernommen und die Menschheit fast ausgerottet. Diese hält nur noch eine Bastion, die ewige Stadt Kol, die von einer magischen Kuppel geschützt wird. Von dort aus leistet die menschliche Zivilisation noch Widerstand und trotzt den unnatürlichen Kreaturen. Allerdings ist es auch innerhalb der Stadtmauern nicht sicher, denn dort lauert das gefährlichste aller Wesen – der Mensch.

Leser wählten "Bestias" unter die besten Fünf

Für den ersten Band dieser Trilogie „Bestias“ ist er nun für den Deutschen Phantastik Preis nominiert, der seit 1999 verliehen wird, seit 2017 von der Zeitschrift Phantastisch! und dem Online-Magazin Corona Magazine. Und die Nominierung erfolgte sogar in zwei Kategorien: Bestes deutschsprachiges Jugendbuch und Bestes deutschsprachiges Hörspiel/Hörbuch. Insgesamt gibt es zwölf Kategorien. Ein toller Erfolg, den Timme seinen Lesern und Fans zu verdanken hat, wie er im Volksstimme-Gespräch betont: „Ich freu‘ mich natürlich sehr, denn das Besondere an diesem Preis ist, es ist ein Publikumspreis.“

Eine Jury setzte „Bestias“ auf die Shortlist, die eine Auswahl möglicher Kandidaten darstellte. Anschließend wurden in einer Online-Abstimmung von den Lesern fünf Nominierte pro Kategorie für die Endrunde gewählt. Und die Leser, die da abgestimmt haben, haben gesagt, dass „Bestias“ zu den fünf besten Jugend- und Hörbüchern gehört, freut sich der Autor, der in seiner knapp bemessenen Freizeit bisher insgesamt sieben Romane, die Farbseher-Saga mit vier Alaburg-Bänden und die Bestien-Chroniken mit drei Bänden, verfasst hat. Im „normalen“ Leben ist Gregor Timme nämlich Lehrer für Politik und Geschichte am Wilhelm-Gymnasium in Braunschweig, wo er auch mit seiner Familie lebt. Dazu gehört seit zwei Jahren auch seine kleine Tochter, die natürlich auch ihre Papa-Zeit braucht. Meist schreibe er aus diesem Grund abends, erzählt Gregor Timme, so drei-, viermal in der Woche drei bis vier Stunden. Er müsse nicht auf dem Sofa hängen und Fernsehen gucken. So ein Typ sei er nicht.

Jeder kann für seinen Favoriten stimmen

Mit der Nominierung unter die besten Fünf war der erste Schritt in Richtung Phantastik Preis, der seit 2016 mit jeweils 500 Euro dotiert ist, getan. Ob er ihn am Ende wirklich erhält, das wird derzeit ermittelt. Bis zum 31. Oktober können alle, die mitmachen und Gregor Timme unterstützen möchten, in einem offenen Abstimmungsverfahren unter www.deutscher-phantastikpreis.de ihrem Favoriten ihre Stimmen geben. Und jede zählt.

Verkündet werden die Preisträger dann am 23. November ab 18.30 Uhr auf der BuchBerlin im Atrium. Ein Termin, der natürlich groß im Kalender des Altmärkers steht. Das wird ein aufregender Abend, denn durch die Anspannung, ob es geklappt hat, muss er ja gleich zweimal durch.